2010-11-17

Bangkok

Nun sind wir schon ein paar Tage in Bangkok und versuchen uns einzuleben. Das ist nicht so schwer aber wir sind schon ganz schön auf das Leben in Malaysia/Indonesien eingestellt. Die Thais sind in der Regel recht freundlich oder auch ziemlich seltsam. Das war in Malaysia ausgeglichener. Ganz lustig sind die Leute der Security am Quai bzw unten im Hotel. Manche von denen begrüßen uns ganz ernsthaft und geflissentlich mit militärischem Gruß.

Da es an den Anlegestellen immer Zeit zum Beobachten gibt kann man sich das Treiben in aller Ruhe ansehen. Den Fluß rauf und runter fahren große und sehr schlanke Schiffe, die wie Busse funktionieren.
Da der Fluss eine ziemliche Strömung hat, haben hier alle Boote sehr kräftige Motoren. Fahren sie dann flussabwärts, dann haben sie eine ordentliche Geschwindkeit und sind nicht mit den trägen Ausflugsdampfer auf den Berliner Gewässern vergleichbar. Jedenfalls schießen die Boote an dem Ponton fast vorbei, denn der Aus- bzw. Eingang gang ist hinten. Dann legt der Kapitän den Rückwärtsgang ein und das Boot kommt aus voller Fahrt zum Stehen und schwenkt an die Anlegestelle.

Insgesamt ist ein wirklich reges Treiben zu beobachten und da alle Boote immer mit der Strömung kämpfen und gut motorisiert sind, geht alles auch immer ziemlich im fliegenden Wechsel.

Das hier ist unsere tägliche Fähre, die da herangebraust kommt und das andere Schiff schein ein Restaurantschiff zu sein, das dann am Abend unterwegs ist.


Wir waren heute in einem Crepe-Restaurant und es war recht lecker. Die Preise waren aber unverschämt (anders kann man es nicht bezeichnen). Aber nun gut... man muss ja auch nicht Crepes in Bangkok essen wollen und wir wollten halt.




Wir wollten die Sukumvit-Road besuchen, eine bekannte Einkaufsgegend in Bagkok. Wir waren hier vor 16 Jahren, also Mella noch ein 2-Käse-hoch war und ich meine immerhin das Hotel gesehen zu haben, in dem wir damals ein paar Tage waren (Maxims Inn). Ansonsten sind die Strassenränder von kleinen Buden gesäumt, die den billigen Plunder anbieten, auf den die meisten Touristen anscheinend stehen. Wir blieben nicht lange.
An einem Punkt waren sogar 2 bewaffnete Soldaten, die den Platz beobachteten. Bangkok ist aber sehr sicher - das werden die Auswirkungen der letzten Proteste sein.

Abends sind wir dann noch einmal auf die andere Seite gefahren um mit einem anderen Boot ein Einkaufscenter zu besuchen. Aber der Kapitän fuhr nur eine Schleife für den Anlegestelle und fand das Gewühle der Boot zu unübersichtlich....und verschwand. Wir sind dann die Strasse raufgelaufen und haben einen guten Eindruck bekommen, was alles angeboten wird. Restaurants gibt es in Bangkok weniger (und meist ist dann alles in Thai beschrieben) - aber um so mehr kleine Stände entstehen am Abend aus dem Nichts.
Ganz interessant war der Stand: Hier wurde Sticky Rice verkauft. Der Reis wurde in Bambusröhren eingefüllt und dann ... gegarrt.

Das ganze sah so lecker aus, dass wir uns eine Portion gekauft haben (neben 2 Mangos und einer Ananas).

2010-11-14

Ausbeute sichten

Ein bischen haben wir uns das, was wir gestern gekauft haben, heute noch einmal angesehen. Die schöneren Dinge sind:




Eben haben wir einen Saft gekauft und jetzt wissen wir warum gestern beim Saft stand: ohne Eis.

Chatuchak Wochenmarkt

Noch von 1994 kannten wir diesen Wochenmarkt und wollten ihn unbedingt sehen. Im Fahrstuhl fiel uns noch dieser Anschlag auf:

Hier listet der Stromversorger auf wem in Kürze der Strom wegen offener Rechnungen gesperrt wird.

Um also zum Wochenmarkt zu kommen mussten wir über den Fluss und das geht ganz einfach hier. Unten gehen dauernd Fähren und man springt auf und drüben wird ab.
Hier sind man die Anlegestelle und zwei der Fähren (mit den Dächern).

Die Schiffe sind recht schön gemacht (ich vermute aus Teakholz):


Unterwegs kreuzen viele Schiffe, wie dieses Long-Tail-Boat (Lang-Schwanz-Boot):

Im Prinzip sind das lange schmale Boote mit einem richtig dicken Motor und einer langen Welle mit einer Schraube am Ende. Man kann sich leicht vorstellen wie schnell sie werden.

Hier werden sie genutzt  um Touristen den Fluss rauf- und runterzuschippern. Aber sonst sind sie als ganz reguläres Transportmittel im Einsatz.

Jedenfalls war es mit den Fähren lustig - alles wackelt. Die Landezonen sind dann auch solche großen Stahl-Pontons mit Reifen an der Seite. Also krachen die Fähren gegen den Ponton und werden durch den Fluss gleich abgetrieben und drehen sich. Dem wirkt dann der Kapitän mit Vollgas entgegen und drückt dass Boot weiter gegen den Ponton. Dann nutzt man die schmale Verbindung und hüpft raus.

Drüben liefen wir zur Treppe der Bahnstation und zahlten oben unser Ticket und fuhren über der Stadt zu dem Markt. Sehr schnell, sehr angenehm.

Der Markt war der reine Wahnsinn - in positiver Hinsicht. Wir sind wirklich keine Shopping-Freaks und wenn wir was kaufen dann weil wir es brauchen. Hier aber mussten wir uns echt bremsen. Was hier angeboten wurde war fern jeder Vorstellung und meist noch zu Preisen. Wir sind nach einer zeit einfach gegangen weil wir mal überlegen müssen wir die schönen Dinge nach Deutschland bekommen (oder wenigstens einige):






Das hier ist ein Bild mit einer Gruppe aus Elefanten aus Sandstein. Kommt auf dem Bild garnicht rüber, aber sehr beindruckend.
Und wir haben schöne Bilder gefunden, wie dieses:

Vorher haben wir an einem der Stände noch was gegessen. Es war wirklich sehr lecker. Auf den Tischen stand lustigerweise noch etwas Grünzeug zur Bedienung.


Die Strasse vor dem Markt war natürlich der reinste Trubel. Und es gab massenweise der Tasen, die mir immer wie kleine bunt schillernde Käfe vorkommen, oder wie Bonbons. Als wir kam hatte ich noch ein Polizist bemüht den Verkehr zu regeln. In der Hitze stampfte e dem Strom entgegen, trillerte in einem Fort auf seiner Pfeife und dirgigiert Autos und Buse in verschiedene Bahnen. Warum weiss ich nicht denn es hatte einen Erfolg. es war voll, es blieb voll und der Verkehr floss wie er wollte mit oder ohne ihn.

Am Abend haben wir dann noch gegessen (ich galube zum ersten Mal seit 4 Monaten in einem richtigen restaurant) und hier serviert man scheinbar wieder europäische Portionen. Wir haben unser Essen nicht geschafft.

2010-11-13

Thailand

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0
So, auf in das nächste Land - Thailand.


Heute war nun der letzte Tag in Kuala Lumpur und damit verlassen wir nach dreieinhalb Monaten den islamisch geprägten Bereich Indonesien/Malaysia. Es gibt ja immer wieder die Horrorszenarien in Verbindung mit dem Islam aber wir können absolu nichts Nachteiliges sagen. Solange die in vielen Religionen angerufene Toleranz auch wirklich gelebt wird ist alles bestens. Mustergültig war der Respekt, den man uns gegenüber als Besucher zeigte und gleichzeitig die dezente Hilfsbereitschaft bei fast völliger Abwesenheit aus unserem möglichen Unwissen finanzielle Vorteil zu ziehen. Insbesondere in der wirklich nicht wohlhabenden Region Mittel-Java wurde das sehr intenesiv gelebt. Der Unterschied Malaysia zu Indonesien ist der Wohlstand der in Indonesien deutlich unter dem der Malayen liegt. Wohl wahrscheinlich deswegen sind die Indonesier uns immer warmherziger und noch offener erschienen. In Malaysia ist man dafür anonymer und in Kuala Lumpur ist man quasi Luft. Beides hat uns gefallen.

Das Essen war stets gut und nie Anlass für Probleme. Sehr gut war das Früchteangebot auf Java, überwältigend die Vielfalt in Kuala Lumpur und überall sonst hat man einfache 'asiatische' Speisen für wenig Geld gefunden. Das Beste was man übrigens tun kann, ist im Gespräch mit den jeweiligen Landesbewohnern die lokale Küche zu loben. Darüber freut man sich ausserordentlich.

Wir hatten heut reichlich Zeit, haben noch ein paar Bücher zurückgebracht und unser Fahrer ist mit uns (unnötig) hektisch durch Kuala Lumpur gerast. Dabei ging einiges an Zeit verloren und so hatten wir bis zum Abflug 'nur' noch 2 Stunden. Also eingecheckt, das (über ein Postpaket) erleichterte Gepäck aufgegeben und Peti hatte dann noch Hunger. Ich meinte dass nun eine Stunde reicht und wir haben kurz was gegesssen. Dann sind wir Richtung Abflug und hatten noch nette 45 Minuten.
Bei der Ausreise geriet die Zeitschiene ausser Kontrolle. Vor uns schneckte es am Emigration-Schalter und die Minuten verrannen. Dann machte man neben uns eine Reihe auf und wir wechselten. Dann bekam der Begriff 'schnecken' eine neue Dimension denn wir hatten haufenweise Exoten vor uns, die Zusatzdokumente ausfüllen musste während es rechts und links lief. Es blieben noch knapp 20 Minuten als wir durch waren. Dann noch zur Hand-Gepäck-Kontrolle und etwas in Eile die Gänge rauf bis zu unserem Gate.

Der Flug war ganz unauffällig bis der Pilot anfing Kreise zu fliegen. Vor uns lag ein Gewitter und ich vermute dass er Höhe gewinnen wollte. Es wurde aber nicht so unruhig wie angekündigt.

Nun sind wir also in Bangkok oder Krung Teb - in der Großen Stadt der Engel (...und von vielem mehr). Ausgeschrieben heisst Bangkok: Krungthep Mahanakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Usomratchanivetmahasathan Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit.


Unser Taxifahrer war die 50 cent wert, die er sich am Ende mit der Behauptung, er habe kein Wechselgeld, erschlichen hat. Er war ähnlich nervös wie der Malaye heute morgen und hatte Angst wir würden die Autobahngebühr nicht bezahlen. Als wir ihn dann aber beruhigt hatten, ging es. Für uns (oder wir können es uns zumindest einbilden) holte er alles aus seinem Toyota raus. Er hämmert mit uns die Autobahn rauf (mir fällt kein passenderer Ausdruck ein), verschaffte sich andaurend mit Lichthupe und Drängeln freie Bahn und lieferte uns in Rekordzeit nach 40 Kilometern ab. 

Das Appartment ist schön, dass wir nun haben. Blick auf den Fluss aus dem 16. Stock. Schöne Möbel und schönes Bad. Der Preis ist absolut ok und dazu gehört Internet und die Fähre über den Fluss.

Schauen wir mal morgen wie es weitergeht.

2010-11-12

Deutsche Geschichte

interessiert die Malayen durchaus. Und dann oft das schaurige Kapitel des 3. Reiches.

Gestern fuhr uns ein indischer Taxifahrer zur Post und erzählte uns stolz dass er und seine Mit-Inder Hitler durchaus bwundern. Sie benutzen ja auch das gleiche Symbol (das Hakenkreuz). Ich erklärt ihm kurz dass Hitler besonders grausam war (was er als normal im Kontext der Gesamt-Geschichte fand). Ich war etwas platt und meinte: wäre er in Deutschland zu der Zeit gewesen, wäre auch er sicher ein Opfer der Ideologie geworden. Er war sich ziemlich sicher dass ich mich irre. Glücklicherweise war die Fahrt dann zuende. Spinner.

Heute morgen stand ein Malaye am Fenster des Frühstückraumes und auf seinem T-Shirt standen alt-deutsche Buchstaben. Nach einiger Zeit war es entziffert. Sinngemäß:
"Erfreue dich an der Zeit und Fahren", darunter in ganz großen altdt-Buchstaben:
"BMW M3"
"Der Kult von BMW" und am Ende die SS-Ruhnen.

Ob das BMW zugelassen hat?  Ich glaube nicht. Die allerallermeisten sind aber frei von solchen bösartigen Gedanken und eher offen im Denken. In Malaysia bemüht man sich schon die versch. Volksgruppen zusammenzuhalten, anstatt zu trennen auch wenn es viel Kritik an dem Erfolg gibt. Der ist aber durchaus da und wie es anders sein kann, hört man ja immer wieder. In Indonesien geht es da zum Teil echt zur Sache (z.Bsp. auf Sumatra und Sulawesi).

Weihnachten

So, das Fieber ist weg und heute nicht wiedergekommen. Kein Dengue-Fieber also. Ein Glück, den die letzten Tage war nur sehr einschränkt erlebenswert.
 Dem Flug nach Bangkok steht auch nichts im Weg. Heute haben wir uns vom Hotel eine Kiste geben lassen und überflüssiges Zeug verpackt und nach Deutschland geschickt. Wir sind gespannt.

Die Feierlaune der Malayen ist nicht von schlechten Eltern. Vor gut einer Woche war noch das indische Deepavali angesagt und es waren kaum die Reisbilder mit den Garudas von den Marmorböden gefegt, schon standen da Weihnachts-Tannen und ähnliches.



Es sind 30 Grad, eben noch die indischen Bilder und Kerzen am Boden - und plötzlich ist Bayern angesagt. Vor den Arrangements versammeln sich wie gewohnt die Asiaten (egal welchen Glaubens) und lassen sich mit dem V-Zeichen von den Lieben ablichten.
 Am Abend wird das ganze noch getoppt: Alles blinkt und leuchtet und aus 1000 Lautsprechnern dudelt Weihnachtsmusik.

Das zu sehen ist wie....Pupertät. Das Gefühl unterscheidet sich diametral von dem was man sieht und man möchte nur allein sein oder alle umbringen. Am besten beides.

Letztlich geht es natürlich hier um das Shoppem. Die Happy-Deepavali-Prozente tauscht man gegen die christlichen Pendants und so ist das Shoppen nicht so eintönig. Im August waren ja die islamischen Feiertage und dazwischen gab es meiner Meinung noch was chinesisches.

Positiv ist in jedem Fall dass die Leute sich wegen der Feste und Religionen nicht umbringen. :)

Wir studieren ja auch immer so ein wenig die Gewohnheiten und die Asiaten sind sehr für die einfachen Dinge zu begeistern, die entsprechend aufgemacht sind. So spezialisieren sich hier viele Länden in ganz verrückterweise und das kommt richtig gut an. Und ist dann noch ein wenig Show bei, dann gibt es kein Halten mehr und man kauft und kauft.

Die Leute hier haben sich auf Bonbons spezialisiert und führen die Fertigung vor:

Hier bietet man ausschließlich Produkte basierend auf Durian an und ich weiss nicht wie dieser Laden es hier hin geschafft hat, denn kein öffentliches Gebäude lässt dieser Stinkbomben zu:

Und hier produziert man solche gefüllten windbeutelartigen Bälle mit 3 versch. Füllungen:

Jedenfalls läuft die Masche gut. man spezialisiert sich extrem, eine flotter Name und schicke Farben und los geht es. Und die Leute lieben es und es ist echt lustig und inspirierend anzusehen.

Die Werbung schlägt die lustigsten Kapriolen hier. Aktuell wird fleissig Werbung für ein neues mobiles Internet gemacht. Schon 10 tage im Voraus bevölkern imperiale Sturmtruppen den Eingangbereich des Shoppingcenters LOT 10 und necken die Passanten oder lassen sich fotografieren. Hier muss ein Motorrad-Fahrer mit dem Übermut klarkommen:

Die Leute sind total begeistert und es werden haufenweise Famlienfotos mit den herum-marodierenden weissen Gestalten gemacht. Ist mir aber schleierhaft wie die das in der Wärme schaffen (mit Helm und Rüstung) und so lange so munter sind. Oder sie werden von Darth Vader rechtzeitig ersetzt...wer weiss das schon.

Es ist natürlich albern aber irgendwie nett dass sich die Leute hier über sowas so freuen können. Davon kann man lernen.....und jetzt fällt mir ein was fehlt! Es hat keiner Glühwein angeboten und da hier Weihnachten fast 2 Monate dauert und man sicher pro Glas 2 Eur verdienen kann....nun fehlt nur noch eine lustige Werbeidee.

2010-11-11

Abreisevorbereitungen

Mauritius hat nicht geklappt, Kambodscha erscheint uns aktuell zu aufwändig zumal wir mit einer uns unbekannten Airline ein Stück fliegen, der Merapi spuckt immer noch Feuer und Asche (hier ein Bild der Webcam am Merapi):

und in Kuala Lumpur regnet es ziemlich nett. Also fliegen wir nun nach Bangkok. Wir haben ja gestern per Bote unsere 360 RM zurück erhalten (per Bote in's Hotel) und so haben wir wie versprochen wieder Malaysian Airlines gebucht (die Story dazu steht hier: Einreiseprobleme Indonesien).

Air Asia hat sich ja hier den Ruf einer guten Billigfluglinie aufgebaut und fliegt viele Ziele an und hat gute Flugzeuge aber wir bevorzugen die Fluglinie von Malaysia. Ausserdem sind die - wenn man nicht all zu spät bucht - oft günstiger, was mich immer wieder erstaunt.

AirAsia hat so ein paar echte Nachteile, die ich nicht unwesentlich finde. Kundenservice ist wirklich gleich Null. Die 360 RM hätten wir bei AirAsia nicht wiederbekommen, denn man beantwortet Anfragen per Mail überhaupt nicht. Dringt man zur Hotline durch wird man mit unzutreffenden Allgemeinsätzen abgespeist und nötigen falls auch abgewürgt.

Man ist insgesamt sehr rigoros und alles scheint unter der Devise zu stehen: Der Kunde darf nicht stören oder er bezahlt für die 'Störung'. So wird schon 1 Kilo Übergepäck bemängelt (und zumindest in Yogya hat AirAsia eine falsche Wage gehabt). Die Flieger scheinen sich immer zu verspäten, aber wehe man passt den Checkin um eine Minute. Verspäten sich Flieger, dann kümmert man sich nicht um die Kunden (sagte man uns) und es gibt nicht einmal was zu Trinken. Selbst im Flieger muss man für ein kleines Wasser knapp einen Euro bezahlen und in dem Flugmagazin (in dem sich Air Asia bis zu Peinlichkeit selbst bejubelt) wird darauf hingewiesen wie wichtig es für die Gesundheit ist im Flugzeug zu trinken.
Richtig blöd ist, dass man für die Sitzplatzwahl Geld zahlen muss. Man muss sich ja nicht aussuchen können, hinter dem Piloten zu sitzen, aber wenigsten zusammensitzen sollte man. bei Air Asia bekommt man nämlich durchaus wild verteilte Sitze und zwar so dass man das Gefühl hat, dass Reisende, die zusammen buchen, extra an versch. Stellen gesetzt werden, damit die das nächste Mal die Sitzplatzwahl dazubuchen. Witzigerweise passiert das wenn der Kunde der Airline die Arbeit abnimmt und den checkin per Internet vornimmt.
Flüge werden auch scheinbar mal ersatzlos abgesagt und die Preispolitik ist in meinen Augen dicht an Irreführung. Man hat einen groß angepriesenen Preis zu dem (Stück für Stück während der Buchung) dann wirklich noch X Zusatzbeträge kommen, bis hin zu einer völlig nebulösen 'Convenience-fee' (Komfort-Gebühr). Am Ende kostet ein 50 Eur Flug das Doppelte. Auch kein Problem aber irgendwie fühlt man sich über den Tisch gezogen, zumal über angepriesen wird wie einfach und günstig das Ganze ist.
Garnicht zu verstehen ist deren Reiseversicherung über eine chinesische Bude (was mir sowieso gegen Strich geht, denke in den den billigen Plastikschrott, mit dem die Welt aus dieser Ecke überschwemmt wird) aber soweit ich verstehe ist das Gepäck nicht einmal versichert (für deren Beförderung man extra bezahlen muss). Bucht man nun diese Versicherung oder nimmt man in Kauf dass die Koffer vielleicht nicht (oder nicht ausreichend) versichert sind?

So gesehen ist es schön dass Malaysian Airlines unser hartnäckiges Anfragen ernst genommen hat und nun können wir Air Asia meiden.

2010-11-10

alles ausprobieren...

...ist ein guter Vorsatz. Und wir haben schon viel ausprobiert, manchmal hat es Spass gemacht und manchmal war es seltsam.

Nun habe ich mir was Besonderes einfallen lassen. Bevor wir nach Jakarta geflogen sind, hatte ich mich mit einer Bekannten getroffen, die uns Bücher gab. Da ihr Kind krank war, bin ich zu ihr in das Prince Hospital gefahren um den Austausch vorzunehmen. Das Krankenhaus ist ein echter Palast mit edelstem Marmor und modernster Technik. Damals dachte ich mir: Hier kann man beruhigt krank werden. Und siehe da: seit Montag früh habe ich Fieber und da das Krankenhaus um die Ecke ist, 'durfte' ich es ausprobieren.

Der Arzt war nicht übermässig besorgt und meinte 'saisonale Grippe' oder Dengue-Fieber. Na mal schauen.

Schade ist nur, dass wir heute morgen deswegen nicht nach Mauritius fliegen konnten. Wir waren ja 1998 da und haben kurzentschlossen die Leute kontaktiert, die wir da kennen. Haus wäre freigewesen, Flug war da (und sehr günstig) aber der Rest hat halt nicht gepasst. Aber fast :)


Dann geht es halt am Samstag anch Bangkok wenn das Fieber weg ist.

2010-11-06

Shopping

Eigentlich waren wir ja heute verabredet. Wir wollten mit Leuten, die wir in Sabah kennengelernt haben, in die Genting Highlands fahren. Eigentlich wollten wir schon Mittwoch treffen und eigentlich wollte man uns am Flughafen abholen.
Und so wie die vergangenen Male hat es nicht geklappt. Keine Absage - nichts. Aber das hatten wir schon öfters hier und es ist schwer verständlich warum man uns anspricht, dann Dinge selber vorschlägt (ohne jede Not) und kommentarlos nicht erscheint. Aber das passiert hier andauernd und wir können uns damit abfinden. Nüchtern betrachtet war es bisher nur in Yogyakarta gut was dieses Thema angeht.

Also sind wir in die nahe gelegenen Einkaufs...monstren gegangen und haben uns über den guten Euro-Kurs gefreut. Für Peti Eltern haben wir eine ziemlich tolle Kamera zu einen sehr guten Preis erstanden
Und wir haben einige Dinge in's Auge gefasst, die wir mitnehmen können. Als Geschenke.

Da es Peti nicht gut ging habe ich die leckeren Nudel von gestern gekauft und was thailändisches und das haben wir dann gegessen.

Und wir werden wohl auf eine Insel an der Ostküste fliegen. Da ist zwar Monsun - aber ein Versuch ist es Wert. Lieber warmer Regen, als Ascheregen am Merapi oder kalter Regen in Deutschland :)

 Blick aus dem Fenster (Istana Hotel)

2010-11-05

Batu Caves

Heute ist Deepavali - das indische Lichterfest.

Wir hatten gefragt was man an diesem Tag tun kann und man sagte uns dass man am besten die Batu Caves besucht. Die Batu Caves sind Höhlen nord westlich von Kuala Lumpur und werden von den Indern als Heiligtum genutzt. Seit wenigen Wochen gibt es auch eine Bahnverbindung und sausten wir mit der Monorail in luftiger Höhe und auf einer Schiene Richtung KL-sentral und stiegen dort in den Zug zu den Batu Caves um.

Wir hatten eigentlich Pilgerscharen erwartet aber es war nicht wirklich viel los. Die Anlage ist durchaus beindruckend, insbesondere die steile Treppe hoch zu den Höhlen zumal es auch richtig warm war.
Hier der 1. Teil der Anlageauf dem Weg vom Bahnhof zum zentralen Platz.

Der Blick vom Platz auf die Treppe zu den Höhlen:
Und nach einigen anstrengenden Höhenmetern der Blick zurück:

In den Höhlen war es unspektakulär und es waren nur wenige Leute da.


Dann sind wir wieder zurückgefahren und sind Abend in dem nahegelegenen Foodcourt essen gegangen.
Ganz lecker war ein Nudelgericht, dass wir an einem Stand gekauft haben, an dem die Nudel frisch zubereitet wurden. Man konnte sogar zuschauen. Der Koch hat einen vorbereiteten Kloß genommen und zu einer dicken langen Wurst ausgerollt. Die hat er dann in der Mitte geknickt und langgezogen. Dann wieder genickt und lang gezogen, usw. Im Handumdrehen hatte er dann ganz viele lange Nudeln und kurz danach war das Gericht fertig.
Es hatte eine leichte sehr angenehme Schärfe bei einem leichten Erdnussgeschmack.

Peti hat dann noch ein Eis verdrückt (das so lecker wie in Italien war) und dann sind wir zurück in das Hotel gegangen. So langsam müssen wir uns um die weitere gestaltung Gedanken machen und wir sind wirklich ganz froh nicht zum Merapi geflogen zu sein. Der Vulkan wütet ohne dass ein Ende abzusehen ist.

2010-11-04

Rest Borneo

Die letzten Tage haben wir es ruhig angehen lassen und einen schönen Plan gemacht. Dann haben wir das passende Flugzeug gebucht und 1 Tag später hat der Vulkan in Indonesien richig losgelegt.  Beim Überlegen vorher hatten wir das als Szenario besprochen und waren eigentlich übereingekommen 7 Tage in Kambodscha einzuschieben aber irgendwie war uns das zu weit und aufregend. Und dann sind wir zum dem alten Plan zurückkehrt. Schön blöd.

Jedenfalls haben wir den Flug am 30.9. verfallen lassen und haben erst einmal nach Kuala Lumpur gebucht. Weg mit dem Geld. Aber schlussendlich die richtige Entscheidung, denn sogar das 35 km entfernte Hotel ist von einer Ascheschicht eingedeckt.

Wir haben uns aber noch ein paar Sachen angesehen, so auch den Zoo von Kota Kinabalu. Der war eigentlich ganz gut, obwohl man immer wieder gelesen hat, dass er nicht so dolle sein soll.
Hier ein paar Bilder:




Ganz witzig war dieser Sonnenbär:


Es gab da auch ein Freiflug-Gehege mit einigen schönen bzw. interessanten Vögeln.


Die absoluten Stars waren 2 Beos. Sie hocken schon auf einem Ast über dem Eingang und plauderten mit den Besuchern in malayisch/englisch: selamat pagi (Guten Morgen), hi, hello, bye....
 

Am 2.11. sind wir dann Richtung Kuala Lumpur aufgebrochen.

Borneo war nett - aber für uns kein Muss wiederzukommen. Die noch ziemlich ursprüngliche Landschaft ist hervorzuheben und die schönen Strände. Korallen und klare Sicht im Wasser sind aber Fehlanzeige. Die nahen Inseln sind in dieser Hinsicht kaum die Fahrt wert und die entfernten Inseln taugen nur zum Übernachten wenn man sich die richtigen Eltern ausgesucht hat. Unendlich teuer oder sehr sehr bescheiden.

Der Flug nach Kuala Lumpur war ereignislos (ausser dass 1 Koffer nun nach Fisch stinkt). Um vom Flughafen in die Stadt zu kommen gibt es 2 Möglichkeiten. Der Zug (KLIA-Express) oder man mietet sich ein Taxi. Finanziell i.d.R kein Problem - ausser am Flughafen. Hier zahlt man pauschal an einem Stand und bekommt dann eine 'Limousine'. Diesmal dachte ich mir: ok, ab Abluftschalter gibt es nur Limousinen  - aber es kommen ja 2 Ebenen höher auch Leute mit normalen Taxis an. Also bin ich dann hochgegangen und habe ein ankommendes Taxi abgefangen und gefragt. Der Fahrer schaute erschreckt (also ob ich ihm gerade vorgeschlagen habe eine Leiche in den Kofferraum zu stecken) und verschwand. Ich fragte einen zweiten Fahrer und der schaute auch ganz erschreckt und da wusste ich: 
Wenn sogar ein (geschäftstüchtiger) Chinese und ein (freundlicher) Inder einen nicht mitnehmen, muss es eine dunkle Macht am Flughafen geben. Die hat dann auch einen Namen: bla-bla-Limousine-Service und nimmt als Opfer gerne 100 Ringgit. Als Gegenwert wird einem die Sünde erlassen, eine Fahrt nach KL auf eigene Faust versucht zu haben und obendrein darf man eines der exklusiven Gefährte besteigen, die einen am gewünschten Platz abliefern.

In Kuala Lumpur hatten wir passend und weise vorausschauend zu der exklusiven Fahrt das 5-Sterne-Hotel Istana gebucht. Witzigerweise hatten wir statt eines normalen Zimmers einen 'Club-room'. Das sind 2 große Zimmer, ich würde sagen 80qm und wir haben unds regelmäßig im Zimmer verkaufen (sind das nicht mehr gewöhnt). Und: man hat Zugang zu Club-Lounge. Wir hatten so recht keine Vorstellung was das ist aber es war nett. Es war ein großer Aufenthaltsraum, schön möbliert und nur die Gäste mit der goldenen Karte durften da rein (also wir und wenige andere Auserwählte). Und es gab immer was zu essen und (tataaaa!) Wein. Und Salat und Süßigkeiten und div. Spezialitäten aus versch, Ländern und Baguette und was weiss ich nicht alles. 

Das hat so vom Konzept her überzeugt und wir wollten weitere 4 Tage zum Preis buchen. Leider war der 1. der folgenden 4 Tage besetzt. Wir waren bei der 1. Buchung (nur 2 Tage) also zu vorsichtig.
Der Club-room war gut aber man sah dass das Hotel schon ziemlich lange existierte. Trotzdem war es wirklich gut in Schuss. Das Frühstück war in jedem Fall exzellent und der Eingangsbereich ist beachtenswert aufwändig gestaltet und großzügig.