2012-11-09

Heute haben wir uns trotz der heranziehenden Wolken entschieden Richtung Landesinnere zu fahren. Und wir hatten Glück - es wurde ganz klar.

Daten von OpenStreetMap, veröffentlich unter z „Open Database Licence (ODbL) 1.0"


Zuerst fuhren wir nach Pitigliano. Hier haben wir unseren ersten Toskana-Urlaub im letzten Jahrtausend verbracht. In einem alten Haus ausserhalb der Stadtmauern ohne Heizung und die Kabel waren mit Nägeln (!) in die Wände geschlagen.

Pitigliano liegt auf einem kleinen Plateau und die Leute nutzen noch heute Keller und Lagerräume, die in den Fels geschlagen sind. Jedenfalls liegt die Stadt aussergewöhnlich schön und der mittelalterliche Eindruck wird durch die über den Türmen und der Stadtmauer kreisenden Raben noch verstärkt.

 In diesem Bild, das Haus ganz rechts - da haben wir damals ge...haust und gefroren :)

 In der Sonne haben wir ann erst einmal einen Kaffee genossen.

Uns war der gute Wein und längliche Stangen in Erinnerung, die mit Nüssen und ähnlichem gefüllt waren. Wein haben wir gekauft und Peti hat gleich eine Bäckerei ausfindig gemacht und solche leckeren Dingens gekauft.

Wir sind dann noch an den Lago di Bolsena gefahren um ein Stück am fast menschenleeren Ufer langzulaufen.

Dann war Orvieto das Ziel. Es liegt ähnlich wie Pitigliano, nur auf einem größeren Felsen.


Die Wehranlagen waren gut begehbar und atemberaubend konstruiert. Rechts und links geht (gefühlte) 1000 Meter gerade runter. Nix für mich aber für Peti.

Auch wenn Orvieto größer ist - es ist nicht riesig. Eine halbe Stunde reicht zu Fuss um es in der Länge zu durchqueren....hätte gereicht, wären wir nicht auf Peti Paradies getroffen:





Schololade ohne Ende.

Arm, aber reich beladen mit Schokolade, kehrten wir zum Auto zurück. 5 einheimische Träger halfen so gut sie konnten und ohne sie hätten wir es nicht geschafft.

Einen kleinen Umweg haben wir doch gemacht um und die Kirche von Orvieto von aussen anzusehen. Aufgrund der Schokoladentradition von Orvieto ist sie fast ist komplett aus hellem und dunklen Schichtnougat hergestellt. Früher war es Stein, aber man ist dazu übergegangen, die maroden Stellen mit Nougat auszubessern, so dass über 90% kein Stein mehr ist. Trotzdem hält es. Aber man darf leider nicht abbeissen.

 
 Am Abend gab es noch Pizza. Das wäre ein guter Murmeltiertag gewesen.

2012-11-08

Da wir heute wieder sehr schönes Wetter hatten, sind wir an das Meer gefahren. Ziel war der Monte Argentario gegenüber der Insel Giglio, die wir vor 2 Tagen schon vom Monte Amiata gesehen hatten. Um es vorwegzunehmen: Das umgekippte Schiff haben wir nicht gesehen.

Daten von OpenStreetMap, veröffentlich unter z „Open Database Licence (ODbL) 1.0"
Sehr weit ist es nicht und ein Teil der Strecke war eine Superstrada. Interessanterweise haben wir hier wirklich zum allerersten Mal eine Radarkontrolle auf der Gegenseite gesehen, die auch noch auf der Rückfahrt (da wieder auf der Gegenseite) vorhanden war. Bei dem rasanten Fahrstil der Italiener müssen die ein kleines Vermögen eingeblitzt haben, denn die Strafen in Italien sind sehr hoch.

Der Monte Argentario ist eine Insel, die über 3 Dämme erreichbar ist. Hin sind wir über den oberen, der recht breit ist. Zurück kamen wir über den mittleren, der nur ganz schmal ist so dass man zu beiden Seiten das Wasser sieht.

Wir haben dann in Porto San Stefano eine Pause eingelegt und sind im wirklich angenehmen Sonnenschein den Hafen langelaufen und haben uns erst einmal ein Boot ausgesucht, und dabei unsere ärmliche Geburt einfach mal ausgeblendet. 'Nicht reich genug geheiratet' zu haben fällt als Grund bei uns raus, da hie reine Pattsituation entsteht, und so müssen die Eltern halt herhalten.


Dann haben wir noch die Hafenfestung bezwungen...




...und sind dann die Via Panoramico (die ihren Namen echt verdient hat) an die Westküste gefahren.




Ganz 'weit hinten' haben wir dann die Strasse verlassen und sind über eine kurvig Nebenstrecke weitergefahren, um dann noch ein Stück zu laufen. Runter Richtung Küste ging es ganz toll, aber zurück war echt eine Prüfung. Schnauf.

Immerhin konnten wir dann neben dem Segelschiff unseren 2. Wunsch für 2013 ausmachen. Wir hätten gerne noch diese Haus mit Swimmingpool neben dem Dach - aber damit soll es dann auch gut mit den Wünschen sein.


Alles in allem war es ein sehr schöner und ruhiger Tag und die Landschaft des Monte Argentario war jeden gefahrenen Kilometer wert.



2012-11-07

Heute hat für uns ein wunderschöner Spätsommertag begonnen. Keine Wolke am Himmel und so lag Montegiovi im warmen Sonnenschein.



Witzigerweise flogen heute auch wieder Düsenjäger um den Monte Amiata herum. Wir hatten sie kürzlich zum ersten Mal an einem schönen Sonnentag gesehen und gehört. Regnet es, dann scheinen sie nicht unterwegs zu sein. Wahrscheinlich rosten sie im Regen :)

Zuerst stand der Markt in Castel del Piano auf dem Programm. Er findet nur einmal pro Monat statt und der einzige Bus aus Montegiovi geht genau (und nur) an diesem Mittwoch nach Castel del Piano. Aufenthalt: eine 3/4 Stunde. Wir hatten den (lausigen) Markt in Paganico am Samstag besucht und es gab da nur Plunder. Diesmal sollte es besser werden, denn man hatte einen Teil der Innenstadt gesperrt und so waren wir gespannt.
Leider gab es keine Heerscharen von Gemüse-, Honig, Wein-, Obst und Ölhändler sondern ganze Karawanen an ... Plunder. Billige Klamotten, billige Schuhe, billige Küchegeräte, etc. So wie in Paganico, nur sehr viel mehr.

Wir waren schnell durch, haben noch einen Kaffee getrunken und sind dann noch einmal kurz nach Montegiovi gefahren, um dann auf den Monte Amiata zu fahren. Hier hat die Laubfärbung begonnen und so sind wir erst einmal durch die vielen Kastanien des unteren Teils des Berges gekurvt.

Man widmet hier den Kastanien viel Aufmerksamkeit und pflegt sie und heute Abend hat Peti 2 gefundene Kastanien geröstet. Sie haben wirklich sehr gut geschmeckt.

Auf ca. 1000 Meter Höhe sind wir an einer Bank angekommen und hatten trotz Gegenlicht einen wunderschönen Blick: sogar bis zum Meer.

Je höher wir kamen, desto kühler wurde es und die Kastanienwälder hörten auf und wir fuhren ab da durch einen dichten Buchenwald.

Ganz oben angekommen hatten wir in Wolkenhöhe einen atemberaubenden Blick auf das toskanische Hügelland.



Aber kalt war es in gut 1700 Meter schon. Wir sind die 'letzten' Meter bergan geschnauft und ein wenig auf den Felsen herumgeklettert, bis uns zu kalt war.
Hier Peti auf dem höchsten Punkte und hinter ihr die Madonna von Sonstwas.



Als wir dann wieder unten im Tal waren, haben wir uns eine Bar gesucht um einen wärmenden Kaffee zu geniessen. Die Bar war ziemlich gut besucht: Mütter und Grosseltern, die auf den Schulbus warteten und schon bald war richtig Leben in der Bude. Dei Kinder durften sich etwas bestellen und die Mütter begannen die Hausaufgaben- u Schulhefte zu kontrollieren. Es war recht lebheft und mindestens zwischen einem Jungen und seiner Mutter wurde heftig um das Geschriebene diskutiert:)

Wir haben dann noch ein paar Lebensmittel eingesammelt und entschieden zu Hause zu essen. Zur Abrundung des Essens beschlossen wir rauf in's Dorf zu laufen und in der Bar etwas von dem vino sfuso (loser Wein - also: zum Wein zum Abfüllen)  zu kaufen. Wir haben eine leere Wasserflasche mitgenommen, die man uns ohne mit der Wimper zu Zucken gefüllt hat. Der Wein war ausgezeichnet.






2012-11-06

Gestern hat das Wetter begonnen aufzuklaren nachdem wir die letzten Tage reichlich (warmen) Wind und Regen hatten. Heute waren dann nur noch leichte Wolken am Himmel und da es noch kühl war (12-15°) haben wir uns entschieden Richtung Osten halb über den Monte Amiata zu fahren. Ziel war ein großes Outletcenter aber wir haben auch überlegt ggf. vorher umzudrehen, da wir uns viel Zeit für die Landschaft nehmen wollten.

Wir sind also bei Castel del Piano den Weg Richtung Val di Chiana gefahren und da es recht klare Sicht gab, konnten wir die Fahrt sehr geniessen.


Auf einem der höchsten Punkte (ca 850) haben wir uns dann erst einmal nach guter alter Tradition einen Kaffee spendiert. Die Bars sind ja oft in Italien auch ein halber Gemischtwarenladen, in denen man gerne auch ein paar Minuten länger bleiben kann.



Nachdem wir uns durch die Berge durchgeschlängelt hatten, kamen wir in die uns bekannte Region der lehmigen Hügel, die südlich von Siena beginnt (die Crete).

Hier der Blick auf das Städchen Pienza:
 Und hier der Blick von der Stadtmauer genau in die andere Richtung:
 Und hier der Blick auf die Stadtmauer und Peti:

Pienza ist wirklich sehr schön - aber bei aller Schönheit muss man sagen: es muss der absolute Touristenort (im Sommer) sein und man wird kaum treten können. So gab es aber wenige Touristen und einige Einheimische, die ihre Waren in noblen Boutiquen angeboten haben.



Das Outletcenter war soweit gut und wir haben einige ausgewählte Sachen gekauft. Was halt schon länger auf dem Plan stand und wofür wir keine Zeit/Lust hatten.

Zurück hat uns dann das Navigationssystem einen ganz anderen Weg geführt, der uns von Pienza über den Ort Montepulciano führt, der aber deutlich kürzer war. Der Hinweg war auf seine Art schöner (mehr Natur und höher). Ich vermute dass das Navigationssystem mitbekommen hatte, dass wir früh gefahren sind, hat dann die Verweildauer geschätzt und kam zu dem Schluss dass wir in der Dunkelheit ruhig den schnelleren Weg über das uns bekannte Montepulciano fahren können. Sehr clever- eben BMW ;)

2012-11-02

Als wir die Fensterläden von unserer schönen Wohnung öffneten, hatte ein wunderschöner Tag mit glasklarer Luft begonnen.
 Hier der Blick oben im Dorf auf die Berge, die zum Monte Amiata (links ausserhalb des Bildes) höher werden.
Es wurde fast angenehme 20°.

Der Ort Montegiovi klebt auf einem dieser Hügel, zugänglich nur durch eine Strasse, die dann aussen am Dorf hochführt. Ingesamt gibt es hier nur 2 Strassen, die sich in kleinste Strässchen verästeln. Man hat fast das Gefühl in einer mittelalterlichen Burganlage zu sein und die Strasse ist die Zugbrücke.








2012-11-01

Im leichten Nieselregen sind wir also nach Bozen gefahren und haben uns erst einmal Geld besorgt. Norditalien war ja schon immer sehr mitteleuropäisch aber das ist es noch viel mehr geworden. Alles gut beschildert usw.

Ungefähr auf Höhe des Gardasees endete der Regen und je weiter wir auf den guten Autobahnen nach Süden kamen, desto besser wurde das Wetter.

Als wir uns dann den Apenninnen näherten, merkten wir dass der katholische Feiertag eher für eine Blechlawine gesorgt hatte, als für leere Strassen. Wir standen im ersten Stau, den wir noch dem recht steilen Anstieg in die Berge zuordneten. Leider war dem nicht so und so quälten wir uns abwechselend im Schritttempo, langsame Fahrt, schnellerer Fahrt und Stillstand durch das Gebirge. Das kurze Stück hat uns rund 2,5 Stunden gekostet und es gab keinen Grund. Kein Unfall, nur ganz am Ende eine Baustelle, die aber nicht der Grund war.

So mussten wir auch den Plan fallen lassen, in San Casciano in unsere (damalige) Lieblingsbar zu gehen. Oben in der schönen Stadt gibt es die 'Bar Turimso', die wir oft besucht haben, als Mella ganz klein war. Das war in der Zeit als die ital. Lire völlig im Keller war und so haben wir da immer nach Herzenslust am Morgen all die leckeren Sachen probiert. Aber es wurde dunkler und wir hatten noch eine ziemliche Strecke vor uns.

Wir fuhren also die Superstrada von Florenz nach Siena und dann weiter Richtung Süden und Osten nach Montegiovi am Fuss des höchsten Berges der Toskana, dem Monte Amiata (dem 'geliebten Berg'). Unterwegs konnten wir noch einen schönen Blick auf die Hügellandschaft werfen und dann war die Sonne weg,
.



2012-10-31

Statt Asien ist es diesmal Italien geworden. Und am 31.10 waren wir wieder mal auf dem Weg nach Italien. 15 Mal waren wir sicher schon da...so genau bekommen wir es nicht zusammen.
Wir haben noch auf dem (Um-)weg unsere Lieblingstochter in Chemnitz besucht und den ersten Schnee gesehen. Wie 'schön'.

Nach einer einfachen Fahrt Richtung Süden haben wir noch einen Röster in München besucht, mit dem wir lange zusammengearbeitet haben und dann sind wir über die Alpen bis nach Bozen gefahren.

Wir sind am frühen Abend eingetroffen und das Hotel, das Peti herausgesucht hatte, war ein sehr schöner Berggasthof. Kaum dass wir also von der Autobahn runter waren, ging es steil Bergauf.

Wir haben Abend da auch noch gegessen, da uns der Weg nach Eppan einfach zu weit war. Eppan ist die Gegend 'hinter' Bozen, die wir auf unserer ersten richtigen Urlaubsreise besucht haben. Wir waren dann mehrfach da und sind erst später darauf gekommen, nach Mittelitalien den Urlaub zu fahren. In Bozen begann für uns also Italien.

Am Morgen des nächsten Tages war das ganze Tal, in dem Bozen liegt, mit Wolken gefüllt, die sich aber dann langsam verzogen.


Wir hatten überlegt noch einen Tag zu bleiben - wegen der guten alten Zeit und so - aber das Wetter war nix. Und da es kath. Feiertag war und alle beschäftigt sind, dachten wir dass es eine gute Idee sei auf den leeren Autobahnen Richtung Süden zu verschwinden.

2012-03-20

Rückreise

Da Peti gleich am 1. Tag krank wurde (mit 2 maligem Krankenhausbesuch) ist Kuala Lumpur praktisch ausgefallen.
Aber da das Hotel freundlicherweise das Zimmer für uns bis 18.00 nutzbar lässt und die Medizin wirkt, wird es gehen.

Holen wir das Versäumte also im Herbst nach.

2012-03-17

Kuala Lumpur

Heute morgen haben wir noch Peti Kleider von der Scheiderin abgeholt (die, wie wir nun wissen eine recht bekannte Designerin ist), haben dann die Koffer gepackt und haben noch einmal den Swimmingpool genutzt.

Die Hotelleute haben uns zum Flughafen gefahren und unterwegs haben wir noch Geld geholt (weil Kartenzahlung 2,5% mehr gekostet hätte). Peti ist dann aufgefallen, dass man sich verrechnet hatte und einen Tag zuviel auf der Rechnung abgerecht hat. Den beiden war das sehr peinlich und es war sicher nicht Absicht, denn von dem Geld hätten sie nichts gehabt. Peti hat wirklich immer alles im Blick, während ich manchmal die Übersicht verliere. Sie weiss auch immer wo alles ist und hat es im Handumdrehen parat. Note 1A mit 3 Sternchen. Und jedes Sternchen hat noch 3 Monde.

Der Flug war dann ok. Wie Flüge halt so sind wenn man nicht so gerne fliegt. Yogyakarta ist ja ein internationaler Flughafen aber es geht sehr familiär zu. Die Flugzeuge fahren relativ dicht and das Hauptgebäude, Die Leute steigen aus und laufen rüber, während die neuen Passiere sich aufmachen und in das Flugzeug steigen. Das geht so in einer 3/4 Stunde ab. Dann kehrt das Flugzeug auf die Langebahn zurück macht hinten eine 180° Kurve, der Pilot gibt Gas und ab geht es. Im Prinzip ist das überall so, aber hier wirkt es eben sehr 'hemdsärmelig'. Das Schöne an der Landung war, dass der Pilot im Anflug nicht solche Kurven geflogen ist, die auf dem Hinweg.

Wenn man aus Indonesien nach Malaysia kommt, dann fallen einem sofort die breiten und guten Strassen auf. Und sie sind im Vergleich richtig leer man fährt sehr gesittet hier. Es ist auch sauberer und in Kuala Lumpur seleber kist eigentliches alles Hochglanz.

Durch eine glücklichen Zufall wurde unser Standardzimmer um 2 Stufen 'upgegraded' und wir haben nun ein wunderschönes Eck-Zimmer im 10. Stock mit Blick in 2 Richtungen. Hier in Richtung Twintower:


Ich hatte das erst nicht so verstanden und wunderte mich, dass wir auch nach oben begleitet wurden und konnte die Erklärungen anfangs nicht so recht deuten.

Zu dem Zimmer gehört der Besuch der Clublounge dazu, wo es so ziemlich den ganzen Tag was zu essen gibt. Da wir schon in Yogya hungrig los sind (und in unserem Flughafenbereich nichts zu kaufen gab), haben wir nur kurz die Sachen abgelegt und sind in die Clublounge gegangen. Es war total lecker und es gab sogar ganz tollen roten und weissen Wein (aus Australien). Und Süssigkeiten, wie man sie sonst eher in dieser Qualität selten bekommt: Pralinen aus dunkler und weisser Schokolade, kleine Törtchen mit Pudding und Obst, Kuchenstücke aus dunklem Teig mit Rosinen und kandierten Früchten, Kokuspuddingen, etc. Dazu konnte man z Bsp. Cappuccino wählen oder Espresso (der aber nicht ganz so wurde, jedoch wie ein guter Kaffee geschmeckt hat).
Etwas nachteilig ist dass nahezu alles in kleinen Schälchen oder Tellern untergebracht ist. So verraten die Geschirrhaufen, wie verfressen man ist - an einem Ort wo Understatement und noble Eleganz gefragt sind. Macht ja aber nix und zu gerne hätten wir den Leuten vom Hotel um 19:30 das Wegräumen abgenommen. :)

Nun sind wir also zurück in unserem sehr geschätzten Kuala Lumpur und schauen mal was wir die 3 Tage machen.

2012-03-15

Ausklang Indonesien

Die letzten Tagen lassen wir nun ruhig ausklingen. Tagsüber ist lesen oder Arbeit am Computer angesagt und ab und zu nutzen wir den Swimmingpool wenn es zu warm wird. Unter diesen nach allen Seiten offenen Häuser sitzt es sich gut, wenn ein leichter Wind geht. Freundlicherweise bekommen wir auch immer mal wieder einen Kaffee von den Leuten im Hotel angeboten.

Wir sind auch in einige Geschäfte gegangen und haben uns z.Bsp. Stoffe angesehen.




In einem der Schuhgeschäft haben wir ein Art Bluse mit Hose gesehen und der Stil war ganz anders, da sie nicht in den hier beliebten dünnen und wildbunt gemusterten Stoffen hergestellt waren. Es war eher eleganz und gradlinig und der Baumwollstoff scheint von sehr guter Qualität zu sein.
Wir haben nach der Adresse des Herstellers gefragt und sind am Ende Tags darauf auf dem Hof eines Haus gelandet. Tatsächlich lebte hier die Schneiderin und arbeitete mit ihren Leuten wunderschöne Kleidungstücke aus. Hier 2 Beispiele:


Man bat uns am nächsten Morgen wiederzukommen, dann würde man die Sachen besorgen und für Peti anpassen.

Dann sind wir in den Zoo gegangen. Zoos sind nicht immer so das Ding in Asien, aber der hier war ordentlich.
Witzig sind immer wieder die Kakadus, die sich gerne kraulen lassen. Meist kommen sie gleich angeflattert und warten darauf gekrault zu werden.


Sie wirken dann immer ganz verträumt aber trotzdem hat man vor den Schäbeln immer Respekt. Obwohl noch nie einer versucht hat zwicken.

Im Zoo gab es noch so allerlei an bekannten Tierarten und relativ viel Kinderbelustigung. Und auch einiges für die großen Kinder, wie große Gummireifen, in die man innen einen Sitz und einen Aussenbordmotor eingebaut hatte. Da es kaum Besucher gab, haben die Angestellten die Dinger in Betrieb genommen. :)

Man war dabei ein Labyrinth zu pflanzen, in dessen Mitte ein altes Flugzeug stand.
Ich vermute stark dass es nicht mehr in Betrieb ist, obgleich so manches Auto, Lastwagen oder Bejak gleichen Baujahres und genauso brüchig ist. Aber wer weiss...für Gäste macht man ja in Indonesien viel möglich.

Gestern hat uns eine Schneiderin angesprochen, die direkt neben dem Hotel arbeitet. Wir haben ihre Arbeit ausreichend bewundert (es war traditionelle Kleidung für Tänze). Als wir dann wieder vorbei kamen, hielt si euns ein Heft hin mit 3 Fragen (Name, Land, Mobilfunknummer). Das hatte ihr Sohn für uns da reingeschrieben. Ich weiss nicht was die Leute mit den Informationen machen, aber es hat irgendwie einen gewissen Wert in Indonesien. Also machen wir gerne mit - stets sehr zur Freude der Fragenden.

Leider ist es mir gelungen in das neue Auto eine Beule zu machen. Wir haben auf einem Parkplatz gestanden, von einer Institution, die Handarbeiten inbes. von Frauen verkauft. Als wir wieder einstiegen, macht sich ein sehr junges Mädchen daran, ein Moped zu starten. Man hätte gemeint für die Mutter, oder so ähnlich, denn sie musste das Moped leicht kippen um auf den Zehnspitzen eines Fuss die Balance zu halten. Ich würde sagen dass sie keine 12 Jahre war. Das klappte aber nicht und das Moped kracht um. Sie versuchte es wieder aufzurichten und schon lag es auf der anderen Seite. Dann schaffte sie es und wollte losfahren. Das hat die erschreckte Aufmerksamkeit so sehr gefordert, dass ich den Wagen weiter nach hinten rollen lies - bis an den Ast eines Baumes.
Witzig daran ist, dass nichts in dem Chaosverkehr passiert ist, sondern in einer völlig unproblematischen und 'ruhenden' Situation.
Da die Beule nicht schlimm ist, haben wir uns mit dem Vermieter aus knapp 20 Eur geeinigt (seiN Vorschlag) und das war es dann. Sonst hatte ein Angestellter des Hotels uns angeboten, mit uns heute in eine Werkstatt zu fahren. Solche Dinge kann man hier echt gut und stressfrei lösen.

Nun warten wir auf die angepassten Kleidungsstücke und treffen uns um 15.00. Dann machen wir mit Yani den Rest der Griffe und damit bleibt morgen nur noch packen und ab zum Airport. Nächste Station: Kuala Lumpur und dann anch 3 Tagen zurück nach Europa.

Indonesien ist wie immer eine interessante Erfahrung. Man hat es manchmal echt nicht leicht hier und ist wirklich gezwungen, die eigenen Lebens-Strategien zu überdenken und sich anzupassen: bei der Zeitplanung, beim Essen, im Strassenverkehr, im Dialog mit anderen, etc. 
Ein Stück gelingt einem das auch und dann wird man idR mit vielen positiven Dingen und Erlebnissen belohnt.

2012-03-12

Yogyakarta

Heute morgen haben wir das Homestay verlassen, um uns eine neue Unterkunft zu suchen. In einer Zeitschrift haben wir eine Werbung eines kleinen Hotels gesehen, dass auf dem Weg liegt.

Wir haben es mit Mühen gefunden und es hat sich richtig gelohnt. Es ist ca. 1 Jahr alt und wunderschön gemacht. Und preislich trotzdem sehr moderat. Da wir die einzigen Gäste sind, haben wir uns ein schönes Zimmer mit einem großen Fenster nach hinten raus zum Garten/Pool ausgesucht.





Dann sind wir los und haben uns mit Yani getroffen, um die Ergebnisse der Holzgriffproduktion zu besprechen. Da es noch nicht allzu viel zu besprechen gab, haben wir uns auf den Nachmittag im Hotel verabredet.

Solange haben wir Pause gemacht. Yani kam dann und die Frau vom Hersteller. Die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend und die weiteren Dinge haben wir gleich auch noch besprochen. Der nächste Termin ist dann Mittwoch morgen.



Dann wurde noch unser Auto getauscht da der Vermieter es jemand anders vermietet hatte. Wir haben dafür ohne Aufpreis einen dicken Toyota Kijang bekommen. Das war nett, denn er hätte das bessere Auto ja auch den neuen Kunden geben können. Wenn man 'Kijang' sagt, dann leuchten die Augen der Indonesier. Ein Avanza ist nett aber der Kijang scheint das Traumauto zu sein.

Am Abend  haben wir ein Restaurant besucht, das indische und indonesische Küche angeboten hat. Es war über alle Maßen gut.

Da es schon spät war, war der Swimmingpool aus. Aber man hat uns noch Badetücher rausgeholt und wir konnten noch ein erholsames Bad im warmen Wassen nehmen.

Alles in allem ein schöner Tag. Irgendwie brauchen wir immer gut 2 Wochen, bis wir in Indonesien 'drin' sind. Da macht es aber um so mehr Spass.