2010-11-14

Chatuchak Wochenmarkt

Noch von 1994 kannten wir diesen Wochenmarkt und wollten ihn unbedingt sehen. Im Fahrstuhl fiel uns noch dieser Anschlag auf:

Hier listet der Stromversorger auf wem in Kürze der Strom wegen offener Rechnungen gesperrt wird.

Um also zum Wochenmarkt zu kommen mussten wir über den Fluss und das geht ganz einfach hier. Unten gehen dauernd Fähren und man springt auf und drüben wird ab.
Hier sind man die Anlegestelle und zwei der Fähren (mit den Dächern).

Die Schiffe sind recht schön gemacht (ich vermute aus Teakholz):


Unterwegs kreuzen viele Schiffe, wie dieses Long-Tail-Boat (Lang-Schwanz-Boot):

Im Prinzip sind das lange schmale Boote mit einem richtig dicken Motor und einer langen Welle mit einer Schraube am Ende. Man kann sich leicht vorstellen wie schnell sie werden.

Hier werden sie genutzt  um Touristen den Fluss rauf- und runterzuschippern. Aber sonst sind sie als ganz reguläres Transportmittel im Einsatz.

Jedenfalls war es mit den Fähren lustig - alles wackelt. Die Landezonen sind dann auch solche großen Stahl-Pontons mit Reifen an der Seite. Also krachen die Fähren gegen den Ponton und werden durch den Fluss gleich abgetrieben und drehen sich. Dem wirkt dann der Kapitän mit Vollgas entgegen und drückt dass Boot weiter gegen den Ponton. Dann nutzt man die schmale Verbindung und hüpft raus.

Drüben liefen wir zur Treppe der Bahnstation und zahlten oben unser Ticket und fuhren über der Stadt zu dem Markt. Sehr schnell, sehr angenehm.

Der Markt war der reine Wahnsinn - in positiver Hinsicht. Wir sind wirklich keine Shopping-Freaks und wenn wir was kaufen dann weil wir es brauchen. Hier aber mussten wir uns echt bremsen. Was hier angeboten wurde war fern jeder Vorstellung und meist noch zu Preisen. Wir sind nach einer zeit einfach gegangen weil wir mal überlegen müssen wir die schönen Dinge nach Deutschland bekommen (oder wenigstens einige):






Das hier ist ein Bild mit einer Gruppe aus Elefanten aus Sandstein. Kommt auf dem Bild garnicht rüber, aber sehr beindruckend.
Und wir haben schöne Bilder gefunden, wie dieses:

Vorher haben wir an einem der Stände noch was gegessen. Es war wirklich sehr lecker. Auf den Tischen stand lustigerweise noch etwas Grünzeug zur Bedienung.


Die Strasse vor dem Markt war natürlich der reinste Trubel. Und es gab massenweise der Tasen, die mir immer wie kleine bunt schillernde Käfe vorkommen, oder wie Bonbons. Als wir kam hatte ich noch ein Polizist bemüht den Verkehr zu regeln. In der Hitze stampfte e dem Strom entgegen, trillerte in einem Fort auf seiner Pfeife und dirgigiert Autos und Buse in verschiedene Bahnen. Warum weiss ich nicht denn es hatte einen Erfolg. es war voll, es blieb voll und der Verkehr floss wie er wollte mit oder ohne ihn.

Am Abend haben wir dann noch gegessen (ich galube zum ersten Mal seit 4 Monaten in einem richtigen restaurant) und hier serviert man scheinbar wieder europäische Portionen. Wir haben unser Essen nicht geschafft.

2010-11-13

Thailand

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0
So, auf in das nächste Land - Thailand.


Heute war nun der letzte Tag in Kuala Lumpur und damit verlassen wir nach dreieinhalb Monaten den islamisch geprägten Bereich Indonesien/Malaysia. Es gibt ja immer wieder die Horrorszenarien in Verbindung mit dem Islam aber wir können absolu nichts Nachteiliges sagen. Solange die in vielen Religionen angerufene Toleranz auch wirklich gelebt wird ist alles bestens. Mustergültig war der Respekt, den man uns gegenüber als Besucher zeigte und gleichzeitig die dezente Hilfsbereitschaft bei fast völliger Abwesenheit aus unserem möglichen Unwissen finanzielle Vorteil zu ziehen. Insbesondere in der wirklich nicht wohlhabenden Region Mittel-Java wurde das sehr intenesiv gelebt. Der Unterschied Malaysia zu Indonesien ist der Wohlstand der in Indonesien deutlich unter dem der Malayen liegt. Wohl wahrscheinlich deswegen sind die Indonesier uns immer warmherziger und noch offener erschienen. In Malaysia ist man dafür anonymer und in Kuala Lumpur ist man quasi Luft. Beides hat uns gefallen.

Das Essen war stets gut und nie Anlass für Probleme. Sehr gut war das Früchteangebot auf Java, überwältigend die Vielfalt in Kuala Lumpur und überall sonst hat man einfache 'asiatische' Speisen für wenig Geld gefunden. Das Beste was man übrigens tun kann, ist im Gespräch mit den jeweiligen Landesbewohnern die lokale Küche zu loben. Darüber freut man sich ausserordentlich.

Wir hatten heut reichlich Zeit, haben noch ein paar Bücher zurückgebracht und unser Fahrer ist mit uns (unnötig) hektisch durch Kuala Lumpur gerast. Dabei ging einiges an Zeit verloren und so hatten wir bis zum Abflug 'nur' noch 2 Stunden. Also eingecheckt, das (über ein Postpaket) erleichterte Gepäck aufgegeben und Peti hatte dann noch Hunger. Ich meinte dass nun eine Stunde reicht und wir haben kurz was gegesssen. Dann sind wir Richtung Abflug und hatten noch nette 45 Minuten.
Bei der Ausreise geriet die Zeitschiene ausser Kontrolle. Vor uns schneckte es am Emigration-Schalter und die Minuten verrannen. Dann machte man neben uns eine Reihe auf und wir wechselten. Dann bekam der Begriff 'schnecken' eine neue Dimension denn wir hatten haufenweise Exoten vor uns, die Zusatzdokumente ausfüllen musste während es rechts und links lief. Es blieben noch knapp 20 Minuten als wir durch waren. Dann noch zur Hand-Gepäck-Kontrolle und etwas in Eile die Gänge rauf bis zu unserem Gate.

Der Flug war ganz unauffällig bis der Pilot anfing Kreise zu fliegen. Vor uns lag ein Gewitter und ich vermute dass er Höhe gewinnen wollte. Es wurde aber nicht so unruhig wie angekündigt.

Nun sind wir also in Bangkok oder Krung Teb - in der Großen Stadt der Engel (...und von vielem mehr). Ausgeschrieben heisst Bangkok: Krungthep Mahanakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Usomratchanivetmahasathan Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit.


Unser Taxifahrer war die 50 cent wert, die er sich am Ende mit der Behauptung, er habe kein Wechselgeld, erschlichen hat. Er war ähnlich nervös wie der Malaye heute morgen und hatte Angst wir würden die Autobahngebühr nicht bezahlen. Als wir ihn dann aber beruhigt hatten, ging es. Für uns (oder wir können es uns zumindest einbilden) holte er alles aus seinem Toyota raus. Er hämmert mit uns die Autobahn rauf (mir fällt kein passenderer Ausdruck ein), verschaffte sich andaurend mit Lichthupe und Drängeln freie Bahn und lieferte uns in Rekordzeit nach 40 Kilometern ab. 

Das Appartment ist schön, dass wir nun haben. Blick auf den Fluss aus dem 16. Stock. Schöne Möbel und schönes Bad. Der Preis ist absolut ok und dazu gehört Internet und die Fähre über den Fluss.

Schauen wir mal morgen wie es weitergeht.

2010-11-12

Deutsche Geschichte

interessiert die Malayen durchaus. Und dann oft das schaurige Kapitel des 3. Reiches.

Gestern fuhr uns ein indischer Taxifahrer zur Post und erzählte uns stolz dass er und seine Mit-Inder Hitler durchaus bwundern. Sie benutzen ja auch das gleiche Symbol (das Hakenkreuz). Ich erklärt ihm kurz dass Hitler besonders grausam war (was er als normal im Kontext der Gesamt-Geschichte fand). Ich war etwas platt und meinte: wäre er in Deutschland zu der Zeit gewesen, wäre auch er sicher ein Opfer der Ideologie geworden. Er war sich ziemlich sicher dass ich mich irre. Glücklicherweise war die Fahrt dann zuende. Spinner.

Heute morgen stand ein Malaye am Fenster des Frühstückraumes und auf seinem T-Shirt standen alt-deutsche Buchstaben. Nach einiger Zeit war es entziffert. Sinngemäß:
"Erfreue dich an der Zeit und Fahren", darunter in ganz großen altdt-Buchstaben:
"BMW M3"
"Der Kult von BMW" und am Ende die SS-Ruhnen.

Ob das BMW zugelassen hat?  Ich glaube nicht. Die allerallermeisten sind aber frei von solchen bösartigen Gedanken und eher offen im Denken. In Malaysia bemüht man sich schon die versch. Volksgruppen zusammenzuhalten, anstatt zu trennen auch wenn es viel Kritik an dem Erfolg gibt. Der ist aber durchaus da und wie es anders sein kann, hört man ja immer wieder. In Indonesien geht es da zum Teil echt zur Sache (z.Bsp. auf Sumatra und Sulawesi).

Weihnachten

So, das Fieber ist weg und heute nicht wiedergekommen. Kein Dengue-Fieber also. Ein Glück, den die letzten Tage war nur sehr einschränkt erlebenswert.
 Dem Flug nach Bangkok steht auch nichts im Weg. Heute haben wir uns vom Hotel eine Kiste geben lassen und überflüssiges Zeug verpackt und nach Deutschland geschickt. Wir sind gespannt.

Die Feierlaune der Malayen ist nicht von schlechten Eltern. Vor gut einer Woche war noch das indische Deepavali angesagt und es waren kaum die Reisbilder mit den Garudas von den Marmorböden gefegt, schon standen da Weihnachts-Tannen und ähnliches.



Es sind 30 Grad, eben noch die indischen Bilder und Kerzen am Boden - und plötzlich ist Bayern angesagt. Vor den Arrangements versammeln sich wie gewohnt die Asiaten (egal welchen Glaubens) und lassen sich mit dem V-Zeichen von den Lieben ablichten.
 Am Abend wird das ganze noch getoppt: Alles blinkt und leuchtet und aus 1000 Lautsprechnern dudelt Weihnachtsmusik.

Das zu sehen ist wie....Pupertät. Das Gefühl unterscheidet sich diametral von dem was man sieht und man möchte nur allein sein oder alle umbringen. Am besten beides.

Letztlich geht es natürlich hier um das Shoppem. Die Happy-Deepavali-Prozente tauscht man gegen die christlichen Pendants und so ist das Shoppen nicht so eintönig. Im August waren ja die islamischen Feiertage und dazwischen gab es meiner Meinung noch was chinesisches.

Positiv ist in jedem Fall dass die Leute sich wegen der Feste und Religionen nicht umbringen. :)

Wir studieren ja auch immer so ein wenig die Gewohnheiten und die Asiaten sind sehr für die einfachen Dinge zu begeistern, die entsprechend aufgemacht sind. So spezialisieren sich hier viele Länden in ganz verrückterweise und das kommt richtig gut an. Und ist dann noch ein wenig Show bei, dann gibt es kein Halten mehr und man kauft und kauft.

Die Leute hier haben sich auf Bonbons spezialisiert und führen die Fertigung vor:

Hier bietet man ausschließlich Produkte basierend auf Durian an und ich weiss nicht wie dieser Laden es hier hin geschafft hat, denn kein öffentliches Gebäude lässt dieser Stinkbomben zu:

Und hier produziert man solche gefüllten windbeutelartigen Bälle mit 3 versch. Füllungen:

Jedenfalls läuft die Masche gut. man spezialisiert sich extrem, eine flotter Name und schicke Farben und los geht es. Und die Leute lieben es und es ist echt lustig und inspirierend anzusehen.

Die Werbung schlägt die lustigsten Kapriolen hier. Aktuell wird fleissig Werbung für ein neues mobiles Internet gemacht. Schon 10 tage im Voraus bevölkern imperiale Sturmtruppen den Eingangbereich des Shoppingcenters LOT 10 und necken die Passanten oder lassen sich fotografieren. Hier muss ein Motorrad-Fahrer mit dem Übermut klarkommen:

Die Leute sind total begeistert und es werden haufenweise Famlienfotos mit den herum-marodierenden weissen Gestalten gemacht. Ist mir aber schleierhaft wie die das in der Wärme schaffen (mit Helm und Rüstung) und so lange so munter sind. Oder sie werden von Darth Vader rechtzeitig ersetzt...wer weiss das schon.

Es ist natürlich albern aber irgendwie nett dass sich die Leute hier über sowas so freuen können. Davon kann man lernen.....und jetzt fällt mir ein was fehlt! Es hat keiner Glühwein angeboten und da hier Weihnachten fast 2 Monate dauert und man sicher pro Glas 2 Eur verdienen kann....nun fehlt nur noch eine lustige Werbeidee.

2010-11-11

Abreisevorbereitungen

Mauritius hat nicht geklappt, Kambodscha erscheint uns aktuell zu aufwändig zumal wir mit einer uns unbekannten Airline ein Stück fliegen, der Merapi spuckt immer noch Feuer und Asche (hier ein Bild der Webcam am Merapi):

und in Kuala Lumpur regnet es ziemlich nett. Also fliegen wir nun nach Bangkok. Wir haben ja gestern per Bote unsere 360 RM zurück erhalten (per Bote in's Hotel) und so haben wir wie versprochen wieder Malaysian Airlines gebucht (die Story dazu steht hier: Einreiseprobleme Indonesien).

Air Asia hat sich ja hier den Ruf einer guten Billigfluglinie aufgebaut und fliegt viele Ziele an und hat gute Flugzeuge aber wir bevorzugen die Fluglinie von Malaysia. Ausserdem sind die - wenn man nicht all zu spät bucht - oft günstiger, was mich immer wieder erstaunt.

AirAsia hat so ein paar echte Nachteile, die ich nicht unwesentlich finde. Kundenservice ist wirklich gleich Null. Die 360 RM hätten wir bei AirAsia nicht wiederbekommen, denn man beantwortet Anfragen per Mail überhaupt nicht. Dringt man zur Hotline durch wird man mit unzutreffenden Allgemeinsätzen abgespeist und nötigen falls auch abgewürgt.

Man ist insgesamt sehr rigoros und alles scheint unter der Devise zu stehen: Der Kunde darf nicht stören oder er bezahlt für die 'Störung'. So wird schon 1 Kilo Übergepäck bemängelt (und zumindest in Yogya hat AirAsia eine falsche Wage gehabt). Die Flieger scheinen sich immer zu verspäten, aber wehe man passt den Checkin um eine Minute. Verspäten sich Flieger, dann kümmert man sich nicht um die Kunden (sagte man uns) und es gibt nicht einmal was zu Trinken. Selbst im Flieger muss man für ein kleines Wasser knapp einen Euro bezahlen und in dem Flugmagazin (in dem sich Air Asia bis zu Peinlichkeit selbst bejubelt) wird darauf hingewiesen wie wichtig es für die Gesundheit ist im Flugzeug zu trinken.
Richtig blöd ist, dass man für die Sitzplatzwahl Geld zahlen muss. Man muss sich ja nicht aussuchen können, hinter dem Piloten zu sitzen, aber wenigsten zusammensitzen sollte man. bei Air Asia bekommt man nämlich durchaus wild verteilte Sitze und zwar so dass man das Gefühl hat, dass Reisende, die zusammen buchen, extra an versch. Stellen gesetzt werden, damit die das nächste Mal die Sitzplatzwahl dazubuchen. Witzigerweise passiert das wenn der Kunde der Airline die Arbeit abnimmt und den checkin per Internet vornimmt.
Flüge werden auch scheinbar mal ersatzlos abgesagt und die Preispolitik ist in meinen Augen dicht an Irreführung. Man hat einen groß angepriesenen Preis zu dem (Stück für Stück während der Buchung) dann wirklich noch X Zusatzbeträge kommen, bis hin zu einer völlig nebulösen 'Convenience-fee' (Komfort-Gebühr). Am Ende kostet ein 50 Eur Flug das Doppelte. Auch kein Problem aber irgendwie fühlt man sich über den Tisch gezogen, zumal über angepriesen wird wie einfach und günstig das Ganze ist.
Garnicht zu verstehen ist deren Reiseversicherung über eine chinesische Bude (was mir sowieso gegen Strich geht, denke in den den billigen Plastikschrott, mit dem die Welt aus dieser Ecke überschwemmt wird) aber soweit ich verstehe ist das Gepäck nicht einmal versichert (für deren Beförderung man extra bezahlen muss). Bucht man nun diese Versicherung oder nimmt man in Kauf dass die Koffer vielleicht nicht (oder nicht ausreichend) versichert sind?

So gesehen ist es schön dass Malaysian Airlines unser hartnäckiges Anfragen ernst genommen hat und nun können wir Air Asia meiden.

2010-11-10

alles ausprobieren...

...ist ein guter Vorsatz. Und wir haben schon viel ausprobiert, manchmal hat es Spass gemacht und manchmal war es seltsam.

Nun habe ich mir was Besonderes einfallen lassen. Bevor wir nach Jakarta geflogen sind, hatte ich mich mit einer Bekannten getroffen, die uns Bücher gab. Da ihr Kind krank war, bin ich zu ihr in das Prince Hospital gefahren um den Austausch vorzunehmen. Das Krankenhaus ist ein echter Palast mit edelstem Marmor und modernster Technik. Damals dachte ich mir: Hier kann man beruhigt krank werden. Und siehe da: seit Montag früh habe ich Fieber und da das Krankenhaus um die Ecke ist, 'durfte' ich es ausprobieren.

Der Arzt war nicht übermässig besorgt und meinte 'saisonale Grippe' oder Dengue-Fieber. Na mal schauen.

Schade ist nur, dass wir heute morgen deswegen nicht nach Mauritius fliegen konnten. Wir waren ja 1998 da und haben kurzentschlossen die Leute kontaktiert, die wir da kennen. Haus wäre freigewesen, Flug war da (und sehr günstig) aber der Rest hat halt nicht gepasst. Aber fast :)


Dann geht es halt am Samstag anch Bangkok wenn das Fieber weg ist.

2010-11-06

Shopping

Eigentlich waren wir ja heute verabredet. Wir wollten mit Leuten, die wir in Sabah kennengelernt haben, in die Genting Highlands fahren. Eigentlich wollten wir schon Mittwoch treffen und eigentlich wollte man uns am Flughafen abholen.
Und so wie die vergangenen Male hat es nicht geklappt. Keine Absage - nichts. Aber das hatten wir schon öfters hier und es ist schwer verständlich warum man uns anspricht, dann Dinge selber vorschlägt (ohne jede Not) und kommentarlos nicht erscheint. Aber das passiert hier andauernd und wir können uns damit abfinden. Nüchtern betrachtet war es bisher nur in Yogyakarta gut was dieses Thema angeht.

Also sind wir in die nahe gelegenen Einkaufs...monstren gegangen und haben uns über den guten Euro-Kurs gefreut. Für Peti Eltern haben wir eine ziemlich tolle Kamera zu einen sehr guten Preis erstanden
Und wir haben einige Dinge in's Auge gefasst, die wir mitnehmen können. Als Geschenke.

Da es Peti nicht gut ging habe ich die leckeren Nudel von gestern gekauft und was thailändisches und das haben wir dann gegessen.

Und wir werden wohl auf eine Insel an der Ostküste fliegen. Da ist zwar Monsun - aber ein Versuch ist es Wert. Lieber warmer Regen, als Ascheregen am Merapi oder kalter Regen in Deutschland :)

 Blick aus dem Fenster (Istana Hotel)

2010-11-05

Batu Caves

Heute ist Deepavali - das indische Lichterfest.

Wir hatten gefragt was man an diesem Tag tun kann und man sagte uns dass man am besten die Batu Caves besucht. Die Batu Caves sind Höhlen nord westlich von Kuala Lumpur und werden von den Indern als Heiligtum genutzt. Seit wenigen Wochen gibt es auch eine Bahnverbindung und sausten wir mit der Monorail in luftiger Höhe und auf einer Schiene Richtung KL-sentral und stiegen dort in den Zug zu den Batu Caves um.

Wir hatten eigentlich Pilgerscharen erwartet aber es war nicht wirklich viel los. Die Anlage ist durchaus beindruckend, insbesondere die steile Treppe hoch zu den Höhlen zumal es auch richtig warm war.
Hier der 1. Teil der Anlageauf dem Weg vom Bahnhof zum zentralen Platz.

Der Blick vom Platz auf die Treppe zu den Höhlen:
Und nach einigen anstrengenden Höhenmetern der Blick zurück:

In den Höhlen war es unspektakulär und es waren nur wenige Leute da.


Dann sind wir wieder zurückgefahren und sind Abend in dem nahegelegenen Foodcourt essen gegangen.
Ganz lecker war ein Nudelgericht, dass wir an einem Stand gekauft haben, an dem die Nudel frisch zubereitet wurden. Man konnte sogar zuschauen. Der Koch hat einen vorbereiteten Kloß genommen und zu einer dicken langen Wurst ausgerollt. Die hat er dann in der Mitte geknickt und langgezogen. Dann wieder genickt und lang gezogen, usw. Im Handumdrehen hatte er dann ganz viele lange Nudeln und kurz danach war das Gericht fertig.
Es hatte eine leichte sehr angenehme Schärfe bei einem leichten Erdnussgeschmack.

Peti hat dann noch ein Eis verdrückt (das so lecker wie in Italien war) und dann sind wir zurück in das Hotel gegangen. So langsam müssen wir uns um die weitere gestaltung Gedanken machen und wir sind wirklich ganz froh nicht zum Merapi geflogen zu sein. Der Vulkan wütet ohne dass ein Ende abzusehen ist.

2010-11-04

Rest Borneo

Die letzten Tage haben wir es ruhig angehen lassen und einen schönen Plan gemacht. Dann haben wir das passende Flugzeug gebucht und 1 Tag später hat der Vulkan in Indonesien richig losgelegt.  Beim Überlegen vorher hatten wir das als Szenario besprochen und waren eigentlich übereingekommen 7 Tage in Kambodscha einzuschieben aber irgendwie war uns das zu weit und aufregend. Und dann sind wir zum dem alten Plan zurückkehrt. Schön blöd.

Jedenfalls haben wir den Flug am 30.9. verfallen lassen und haben erst einmal nach Kuala Lumpur gebucht. Weg mit dem Geld. Aber schlussendlich die richtige Entscheidung, denn sogar das 35 km entfernte Hotel ist von einer Ascheschicht eingedeckt.

Wir haben uns aber noch ein paar Sachen angesehen, so auch den Zoo von Kota Kinabalu. Der war eigentlich ganz gut, obwohl man immer wieder gelesen hat, dass er nicht so dolle sein soll.
Hier ein paar Bilder:




Ganz witzig war dieser Sonnenbär:


Es gab da auch ein Freiflug-Gehege mit einigen schönen bzw. interessanten Vögeln.


Die absoluten Stars waren 2 Beos. Sie hocken schon auf einem Ast über dem Eingang und plauderten mit den Besuchern in malayisch/englisch: selamat pagi (Guten Morgen), hi, hello, bye....
 

Am 2.11. sind wir dann Richtung Kuala Lumpur aufgebrochen.

Borneo war nett - aber für uns kein Muss wiederzukommen. Die noch ziemlich ursprüngliche Landschaft ist hervorzuheben und die schönen Strände. Korallen und klare Sicht im Wasser sind aber Fehlanzeige. Die nahen Inseln sind in dieser Hinsicht kaum die Fahrt wert und die entfernten Inseln taugen nur zum Übernachten wenn man sich die richtigen Eltern ausgesucht hat. Unendlich teuer oder sehr sehr bescheiden.

Der Flug nach Kuala Lumpur war ereignislos (ausser dass 1 Koffer nun nach Fisch stinkt). Um vom Flughafen in die Stadt zu kommen gibt es 2 Möglichkeiten. Der Zug (KLIA-Express) oder man mietet sich ein Taxi. Finanziell i.d.R kein Problem - ausser am Flughafen. Hier zahlt man pauschal an einem Stand und bekommt dann eine 'Limousine'. Diesmal dachte ich mir: ok, ab Abluftschalter gibt es nur Limousinen  - aber es kommen ja 2 Ebenen höher auch Leute mit normalen Taxis an. Also bin ich dann hochgegangen und habe ein ankommendes Taxi abgefangen und gefragt. Der Fahrer schaute erschreckt (also ob ich ihm gerade vorgeschlagen habe eine Leiche in den Kofferraum zu stecken) und verschwand. Ich fragte einen zweiten Fahrer und der schaute auch ganz erschreckt und da wusste ich: 
Wenn sogar ein (geschäftstüchtiger) Chinese und ein (freundlicher) Inder einen nicht mitnehmen, muss es eine dunkle Macht am Flughafen geben. Die hat dann auch einen Namen: bla-bla-Limousine-Service und nimmt als Opfer gerne 100 Ringgit. Als Gegenwert wird einem die Sünde erlassen, eine Fahrt nach KL auf eigene Faust versucht zu haben und obendrein darf man eines der exklusiven Gefährte besteigen, die einen am gewünschten Platz abliefern.

In Kuala Lumpur hatten wir passend und weise vorausschauend zu der exklusiven Fahrt das 5-Sterne-Hotel Istana gebucht. Witzigerweise hatten wir statt eines normalen Zimmers einen 'Club-room'. Das sind 2 große Zimmer, ich würde sagen 80qm und wir haben unds regelmäßig im Zimmer verkaufen (sind das nicht mehr gewöhnt). Und: man hat Zugang zu Club-Lounge. Wir hatten so recht keine Vorstellung was das ist aber es war nett. Es war ein großer Aufenthaltsraum, schön möbliert und nur die Gäste mit der goldenen Karte durften da rein (also wir und wenige andere Auserwählte). Und es gab immer was zu essen und (tataaaa!) Wein. Und Salat und Süßigkeiten und div. Spezialitäten aus versch, Ländern und Baguette und was weiss ich nicht alles. 

Das hat so vom Konzept her überzeugt und wir wollten weitere 4 Tage zum Preis buchen. Leider war der 1. der folgenden 4 Tage besetzt. Wir waren bei der 1. Buchung (nur 2 Tage) also zu vorsichtig.
Der Club-room war gut aber man sah dass das Hotel schon ziemlich lange existierte. Trotzdem war es wirklich gut in Schuss. Das Frühstück war in jedem Fall exzellent und der Eingangsbereich ist beachtenswert aufwändig gestaltet und großzügig.




2010-10-29

ohne Worte


von http://merapi.bgl.esdm.go.id/view-r.php?id=1&643.

So nun hat dre Merapi ganz Yogyakarta unter einer Ascheschicht begraben.
Das war's dann mit unseren Plänen und das war teuer.

2010-10-27

wetland center

Heute haben wir diesen kleinen Park in Kota Kinabalu besucht. er hat als Thema die Flusslandschaft (ich meine: 100 südlich von KK). Es ist ein schöner nicht allzugroßer Rundweg auf einer Art Brücke durch eine sumpfige Landschaft.


Man sieht allerlein Kleinzeugs (bunten Krabben) und einige große weisse Vögel.

An einer Stelle war dann der Steg zuende und man durfte die letzten 500 Meter Sumpfweg geniessen.

 Hier und da hüpfte was Dickeres in's Wasser und Peti hat auch entdeckt was es war:

2010-10-26

Nachdenken

Heute haben wir über viele Dinge nachgedacht. Unter anderem darüber was wir die nächsten 5 Wochen machen. Es sieht so aus, als ob wir bald Richtung Norden abfliegen werden um nach Phnom Phenh zu reisen. Kambodscha verfügt über einige der beindruckensten Tempelanlagen - Angkot Wat. da wir uns da wenig ausgekennen und nicht lange Zeit verschwenden wollen, werden wir den Aufenthalt auf 7 Tagen festlegen und dann eine geführte Tour nach Angkor Wat machen. Ist nicht spannend aber was soll's.

Dann geht es zurück nach Java. Das ist zwar die Gegend, in der gerade der Merapi explodiert aber das wird wohl heute Nacht sein. Ein Freund (Eddy) aus Indonesien muss heute sein Haus verlassen, weil die Gegend um den Vulkan evakuiert wird.

Ansonsten haben wir heute einen fetten Waran am Wasser aufgeschreckt. Leider (ich meine: glücklicherweise) hatte er Angst und verschwand. Aber sein kleinerer Kumpel kam.
Es gab eine Mauer und wir waren ganz zufrieden dass er nicht näher kam. Dafür gibt es keine sehr guten Bilder.


Für mich sind das Gruselviecher.

Es gibt hier wieder viele kleine Stände, an denen gegrillt und gebrutzelt wird.


Am Abend wurde Peti dann zu leckerem Essen gezwungen. Sie meint aber dass es nicht stimmt sondern nur scharf war und sie so komisch schaut. Dieses Restaurant ist als thailändisches Restaurant ausgeschildert aber es ist schon ziemlich malayisch. Sie haben einige interessante Gerichte und der eine Kellner hat uns quasi adoptiert und gibt sich immer ganz doll Mühe uns gute Spezialitäten zu empfehlen. Und sie schmecken wirklich gut. Prima ist in dem Restaurant auch, dass man frische Säfte in unterschiedlichen Größen bestellen kann.


So ging also der Tag mit beindruckenden Wolkenbildern zuende. Wir verstehen nicht wieso die Tage hier so kurz sind.

2010-10-25

Mamutik

Heute sind wir auf eine der Inseln gefahren. Wir hatten einen guten Tip bekommen, sehr günstig privat rüber zu fahren und das Ganze mit Essen.
So günstig war es nicht und es war auch nicht privat und das Essen war so lala. Naja, hatten wir uns schon gedacht aber ein Versuch war es wert.

Die Insel ist klein und nett und hat einen schönen Strand.


Man kann etwas schnorcheln. Es gibt recht schöne Fische, die wir auch teilweise kennen. Wir haben so dicke bunte Papageienfische gesehen und Putzerfische (die uns immer putzen wollten) und farbenfrohe Lippfische und v.a.m. Peti hat sogar einen Rochen gesehen.

Die Fische haben uns auch immer wieder erwartungsfroh umkreist. Wir haben dann ein paar Keks mit in's Wasser genommen und schon verwandelten sich die kleine bunten Fische in Haifische. Die waren so gierig, dass man einige hätte wirklich am Keks aus dem Wasser ziehen können (wir haben den Erzählungen ja rest nicht geglaubt). Die Einheimischen nennen das übrigens 'Koki laut' - Keksangeln und am Abend werden die keksgeangelten Fische am Strand verkauft und gleich gegrillt und haben dann einen leichten keksgemschack. Es sind aber andere Kekse und zwar aus Maniokmehl, weil die dann mehr Fische aushalten und nicht so leicht auseinander brechen, selbst bei größeren Rochen.

Später haben wir noch vom Steg Bilder gemacht und wer noch nie Fische im Keks-Rausch gesehen hat, wird nun eine annähernde Vorstellung bekommen:



Wir sind um 15:30 wieder zurückgefahren:

und haben unterwegs einen Foodcourt unter freiem Himmel gesehen. Hier haben wir gegrillten Mais gegessen und frischen Saft getrunken und am Ende noch ganz frisch frittierte Kochbananen gekauft. Und weil uns immer noch nicht schlecht war, haben wir dann noch ein Roti canai und ein Roti planta gegessen. Dann war uns etwas schlecht. :)

Und weil mir das Komprimieren und Hochladen des Video gelang, habe ich hier auch noch eines nachträglich eingefügt: Tip of Borneo

2010-10-23

Südlich von KK und Hinterland

Heute sind ein Stück durch das Hinterland gefahren und dann die Küste Richtung Süd (Westen). An sich gibt es hier nichts besonderes. Die bergige Landschaft ist recht schön und ursprünglich. Die Strände sind so wie bekannt und das Wasser ist etwas trüb wegen dem feinen Sand.

An der Küstenstrasse haben wir dann Stände mit Kokusnuss-Pudding und Mango-Pudding gefunden. Die Becher waren halb so groß wie die auf dem Weg nach Kudat, dafür war es aber doppelt so teuer. Aber für uns nicht die Rede wert :)

Peti hat dann mal Autofahren geübt und sich gut zurechtgefunden. Hier in Sabah ist es genau das Richtige, um sich an den Linksverkehr zu gewöhnen.

In dieser Ereignislosigkeit ist sinnvoll mal zu erzählen was uns im September bei der Einreise in Indonesien passierte. Wir waren nämlich ziemlich bedient.
Wir buchten einen Flug und weil uns etwas komisch vorkam, schickten wir der Fluglinie eine Mail mit der Bitte das Ticket zu prüfen, dass wir eben bekommen hatten. Es kam keine Antwort (obwohl wir zeitig gebucht hatten) aber da unser Flug online in unserem Konto bei der Fluglinie sichtbar war, liessen wir es dabei bewenden. 
Wir waren 3,5 Stunden vor Abflug am Flughafen und plötzlich gab es Probleme beim Einchecken. Man schickte uns zum Ticketschalter und da sagte man uns, dass das Ticket nicht galt - auch wenn da darauf steht dass man sich freut, uns als Gäste für den Flug zu begrüßen. Die Bezahlung sei nicht erfolgreich gewesen und mehr wüsste man nicht. Wir können aber neu kaufen (das unbezahlte Ticket bezahlen ging nicht). Der Preis war nur fast 3 Mal so hoch und wir mussten später fliegen.

Aber man sagte uns: wenn wir in Indonesien einreisen, müssen wir ein Rückflugticket haben. Aber man druckte uns einen Zettel aus, der ausreichen wird und auf dem stand dass die Fluglinie uns jederzeit ein Ticket verkaufen wird (oder so ähnlich).

In Jakarta angekommen konnte man Visum kaufen - das man braucht wenn man kein Rückflug-Ticket hat. Hätten wir das mal gemacht. Denn die Zollbeamten schauten sich den Zettel an und meinten: das gilt nicht aber sie können uns helfen. Wir hätten doch Euros.....

Da ging uns ein Licht auf (bzw. Peti) und wir gingen zurück und kauften 2 Visa. Die Beamten blickten grimig und meinten: ohne Rückflugticket...
Das war natürlich falsch aber man liess uns warten und sagten immer wieder: Ticket, Ticket,... Wir haben es aber durchgestanden und man hat uns nach 20 Minuten durchgewunken.

Wie schlimm müssen die Leute dran sein, die sich gegen sowas nicht wehren können und denen das andauernd passiert. Wir in der EU sind ja echt verwöhnt was das angeht.

Die Fluglinie haben wir angeschrieben und die haben echt nicht verstanden was wir nicht so gut fanden. Ja, da sei ein Fehler gewesen, aber das ist doch... usw. Es gab einen eMailwechsel über nun 6 Wochen in dem wir immer wieder erklärten, dass man uns nicht ein Ticket senden kann, aber Flughafen uns erklären es sei ungültig.

Nun haben wir einen verbalen Schlussstrich gezogen und erklärt dass wir einen Ausgleich erwarten und die Fluglinie uns gerne noch x-mal erklären kann was schade und schlimm und sonst was war. Am 9.11. sind wir in Kuala Lumpur und ein Anwalt wird dem Spuk ein Ende bereiten. Wir hatten ein gültiges Ticket - und Ende. Und siehe da: wir bekamen eine Mail und man bemüht sich nun um einen Ausgleich.

Aber  unter dem Strich muss man sagen: Es geht sowas von reibungslos und problemlos wie man es sich nur wünschen kann.

2010-10-22

Malayisch

Die malayische Sprache ist ziemlich einfach gestrickt und wir verstehen immer besser warum die Malayen durchweg sagen dass Englisch kompliziert ist.

Hari ini panas = Tag dieser heiss. Heute ist ein heisser Tag.
Mehrzahl und Einzahl: alles egal. Und man sagen wie man will: Hari ini panas, Panas hari ini, etc.

Wir haben heute ein super gutes Frühstück bekommen: frischer Saft, Früchte, gebratene Nudeln, Kaffee.

Dann haben wir noch Petis Sonnenbrille eingesammelt (sie nun stimmt und nun sieht sie noch flotter aus) und waren dann auf einem kleinen Markt. Tolle Früchte, Gewürze und Gemüse und Leckereien. Wir haben um gerechnet 1 Eur vergeudet und sind nun etwas....mehr als satt. An manchen Tagen fressen die Zinsen, die wir für das VISA-Konto bekommen, den Geldabfluss auf :)


In den Bananenblätter-Taschen steckten Sachen, die aus Kokus gemacht waren. Alles gut essbar.

Wir haben etwas Pläne für ein weiteres Ziel gemacht und zwar überlegen wir auf eine philippinsche Insel (Palawan) zu fahren. Aber es ist schwierig. Die Flieger der Philippinen sind nicht sicher und wir müssten erst nach Manila und dann zurück - ärgerlich: die Insel ist ja hier fast vor der Haustür.
Und vor Malaria wird schon gewarnt. Aber...die Insel soll (maritin gesehen) so wie das Barrier Riff sein. Und es kostet dort nicht 250 Eur / Nacht wie auf den malayischen Inseln, sondern nur 25. Na mal sehen.

2010-10-21

Hotel Lembah Impian

Heute morgen wachten wir also auf und gingen zum Frühstück rüber an den Swimmingpool. Man servierte 'american breakfast'. wir mögen das ja nicht (weil viel Wurst-Kram) aber wir haben es erst einmal probiert.

Dann sind wir in die Rezeption gegangen und erzählten das von der steinharten Matratze und baten um malayisches Frühstück (Nasi Goreng oder Mee mit Obst/Obstsaft und Kaffee). Später kam noch jemand aus der Verwaltung, die uns genauer nach unseren Wünschen fragte und man war sehr darum besorgt dass wir uns wohl fühlen. Jedenfalls war heute Abend alles geritzt und morgen gibt es wieder leckeres Frühstück. Die Eigentümerin wollte heute noch einen Kaffee mit uns trinken aber wir waren schon verabredet.

Wir müssten heute noch einmal zurück in's Novotel (Socken vergessen) und gegenüber aus der Wäscherei die Sachen abholen, die gstern noch nicht fertig waren.

In dem angrenzenden Shoppingcenter hat Peti ihre neue Sonnenbrille vermessen lassen, weil sie Kopfschmerzen machte. Vor 10 Tagen hatte sie sich erstellen lassen mit den gleichen Werten wie ihre Brille aber wenn man durchschaute war alles flach und bewegte sich (nicht nur die Autos und Menschen, auch die Strassen und Häuser). Wir hatten damals am Folgetag gleich reklamiert aber der Mensch meinte: man müsse sich gewöhnen (was an sich schon blöde klingt wo es doch die gleichen Werte wie ihre Brille waren bzw sein sollten). Aber da wir gedulig sind, haben wir das gemacht - nur wir haben uns diesmal den Zettel mit den Messwerten mitgenommen weil dem Mensch schwor dass es die gleichen sind. Mal schauen wa sjemand anders oder beim nächsten Mal misst :)

Heute in der Shoppingmal suchten wir einen Optiker auf und siehe da : die 'Achse' war 13° und nicht 7° (wie bei der alten Brille) und der Optiker meinte: dann schwimmt alles. Wir sind also zu dem anderen Optiker - der auf dem Rückweg lag - und der verwies uns an seine Kollegin. Die vermaß die neue Brille und siehe da: 13°...was falsch ist.

Wir haben uns gwundert wieso der Kollege glaubte mit der blöden Masche durchzukommen. Aber viele Touristen sind schnell wieder weg und 3-4 Tage Gewöhnung überbrücken das. Man kann aber nicht sagen dass er bösartig war - halt gleichgültig.

Wir haben uns heute ein Lernbuch für Malayisch gekauft und Peti hat eben einen Satz selber übersetzen können.

Und ir haben uns Internet via wireless Broadband gekauft. Musste sein.

Als wir zurückkamen war die Matraze getauscht :)

Dann also: Selemat tidur - es ist 24.00 Uhr hier.

2010-10-20

Kota Kinabalu, Green connection

Wir sind ja gestern im Novotel für eine Nacht untergekommen. Das Novotel ist ja eine sichere Sache, wenn oft auch eine seelenlose Übernachtungsmaschinerie. Aber immerhin: die Frau an der Rezeption erkannte uns wieder und so hatten wir fast das Gefühl nach Hause zu kommen.

Eigentlich wollten wir uns gestern ein Haus anschauen, dass zu vermieten war. Ich hatte gestern morgen noch vor der Abfahrt das Reisebüro kontaktiert, dem das Haus gehört und versprach uns in den nächsten 15 Minuten einen Rückruf. Um 15.00 Uhr kam der dann auch (ist ja auch was mit 15...) und die Frau hatte irgendwie keine Lust. Ja: wir können hinfahren und es uns von aussen ansehen. Nein: Innen geht nicht und wir machen keine Termine Vorort. Und es kostet 300 RM die Nacht (75 Eur). Ende der Durchsage. Diese Interessenlosigkeit erlebt man nicht selten und man darf sich dabei nichts denken oder verärgert sein. Was einen verwunderlich stimmt, ist aber die Tatsache dass alle Büros und Geschäfte und Hotels wirklich überbesetzt mit Leuten sind und die meisten den ganzen Tag nichts zu tun haben. Warum dann Anfragen desinsteressiert abgebügelt werden kann man als Europäer nicht immer verstehen. Muss man aber auch nicht und es gibt auch viele Leute, die echt umtriebig sind (meist Chinesen).

Ich hatte in der Zwischenzeit ein Hotel gefunden, dass im Süden von KK (Kota Kinabalu) liegt und mir bis dato nicht untergekommen war. Es hörte sich interesant an, hatte nur 3 Bewertungen in den letzten 3 Jahren gesammelt und die letzte (aus 2009) war vernichtend - die aus 2007 waren beide sehr gut.

Wir sind also hingefahren und haben es uns angesehen. Die Leute an der Rezeption waren etwas lahm aber die Gebäude und das Gelände waren wunderschön und das Hotel war völlig ohne Gäste. Nach einigen Handeln konnten wir uns auf einen Preis für eines der Zimmer einigen und auf eine Probenacht. Peti war nicht so überzeugt, aber ich zumal ich wegen der Arbeit einen ruhigen und angenehmen Platz gebrauchen kann. Das Hotel hat nur 22 Zimmer und ist ungewöhnlicherweise mehr so im englischen Stil erbaut und wirkt stellenweise einen Tick überbordet - aber das macht nichts.
Ich werde das demnächst mal beschreiben.

Heute morgen gab es also das wirklich gute Frühstück im Novotel und dann fuhren wir in das Hotel. Es war alles soweit prima und wir luden die Koffer ab und fuhren gleich nach KK zurück um dort ein privat geführtes Aquarium zu besuchen. Nicht groß aber nett.



Ganz interessant waren die Geschichten zu vielen Tieren, denn oft hatten die Leute des Aquariums die Fischern abgenommen, die inbes. die Schildkröten für besondere Anlässe gefangen und aufgehoben hatten. Manche der Stories waren sehr gewagt aber haben funktioniert, wie: Schildkröten sind nicht halal (für Muslims zum Essen geeignet).

Abends hatten wir dann eine kleine Überraschung. Internet ging doch für eine kurze Zeit (als wir ind en Bergen waren hat ein Taifun die Küste etwas unter Wasser gesetzt und Leitungen beschädigt)
Und: wir lieben ja hart Betten...und das Bett war aber sowas von hart wie man es sich nicht vorstellen konnte. Es gab praktisch garnicht nach und wir wachten deswegen auch in der Nacht auf.

2010-10-19

zurück nach KK

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0
Heute sind wir erst einmal in die Hauptstadt nach Kota Kinabalu (kurz KK) zurückgekehrt. Wir wollen uns hier doch einmal die Insel ansehen um dann zu entscheiden, ob den Sprung an die Inseln vor der Ostküste wagen.

Es sind kleine Inseln (wie Sipadan), die oft nur ein Resort haben, das dann teilweise locker 250 Eur oder mehr die Nacht nimmt.

Bevor wir uns also dafür oder dagegen entscheiden, fahren wir als Tagesauflug mal auf die leicht erreichbaren Inseln. So wie es aussieht haben wir ein nettes Hotel gefunden.