2010-10-12

Kudat

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0
Heute sind wir nun die rund 200 km nach Kudat gefahren.

Die Fahrt war an sich nicht so sehr spannend obwohl es zu den anderen Fahrten durch Malaysia einen Unterschied gab. Die Strassen sind sehr gerade (und nicht durchgehend gut) und man trifft nicht oft auf Dörfer oder Menschen. Auch die ausufernden Palmenplantagen gibt es kaum - dafür mehr ursprüngliche Landschaft.



Hier ein Blick auf ein Feld und dem Mount Kinabalu im Hintergrund.

Die Hauptverkehrsader von Sabah ist wirklich etwas ganz besonderes. Man hat schon mal eine Holzbrücke oder der Asphalt fehlt 500 Meter und es wird eine Schotterpiste (wer zu erkennen aber wahr):



Unterwegs hielten wir an einem kleinen Häuschen an und kauften leckeren gegrillten Mais.

Borneo ist für die Langhäuser bekannt und wir haben bereits das erste gesehen:

2010-10-11

noch einmal Kota Kinabalu

Wir sind doch noch einen Tag geblieben. Das ist die Tage etwas kompliziert mit uns. :)

Das Auto, der Proton Saga, ist wirklich gut. Neu, guter Motor, usw. Aber einen Tick zu kurz im Innenraum. Ich dachte anfangs dass das kein Problem ist aber die Pedale sind auch noch etwas widerspenstig und so wird es nach einiger Zeit fahren etwas krampfig. Also haben wir überlegt ob das für die nächsten 4 Wochen passt. Der Chef der Autovermietung hatte uns vor einigen Tage einen Proton Wira angeboten, der meiner Meinung nach dem alten Mitsubishi Galant entspricht (so wie er vor 20 Jahren gebaut wurde). Das Design ist also etwas angegraut und die Technik ist auch nicht die neueste.

Aber der Wagen ist erst 2 Jahre alt und war in einem guten Zustand. Also hatten wir schon am Samstag Abend den Vermieter gesagt, dass wir die angebotene Probefahrt gerne machen. Montag früh, sei ok meinte er.

Montag früh war der Wagen dann nicht da (vermietet) aber sollte um 14.00 Uhr reinkommen. So haben wir nach längerer Überlegung das Hotel verlängert (spielt ja nicht die Rolle). Und wirklich: das Auto ist sehr gut. Wir haben also den Saga stehen gelassen und sind dann essen gefahren. Dabei haben wir bemerkt dass die hinteren Reifen doch sehr abgefahren waren. Also sind wir 5 min vor Feierabend wieder zur Autovermietung, die glücklicherweise im Hotel ist ... und wir kennen uns alle nach dem Hinundher nun sehr gut ;).

Wir haben das Auto gelobt, auf eine Schramme an der Seite hingewiesen und die Reifen zu Sprache gebracht. Man sagte gleich: ok, die tauschen wir. Heute sei es spät aber wenn es morgen um 9:30 ginge - kurz danach wäre das Auto auch zurück.

Man kann sagen was man will - das war wirklich ein sehr guter Kundenservice (falls jmd mal nach KK kommt und ein Auto braucht: Extra Rent a Car im Beverly Hotel).

Das Essen war ein echtes Highlight. Das Restaurant war in einem Komplex mit Geschäften und Büroräumen untergebracht und sehr gut eingerichtet und sehr sauber. Die Bedienung war auf Draht und die Küche auch. Ich habe ein Nasi goreng ayam Thailand gegessen. Also: gebratener Reise mit etwas Hühnchen auf thai. Art (scharf). Es war eine mittlere sehr frische Schärfe im Essen und es war sehr gut gewürzt und zubereitet. Peti hatte Tom Yam Ayam (Tom Yam mit Hünchen) und es sah nicht nur lecker aus - es war es auch. Dazu hatten wir einen Teh Tarik, frischen Orangensaft und Wassermelonensaft und einen Nasi Putih.

Als es dann an das Bezahlen ging wurde es ganz witzig. Man bezahlt ja in Malaysia meist nicht am Tisch sondern an einer Kasse. Jedenfalls versammelte sich scheinbar die ganze Belegschaft an der Kasse. Ich hatte ja fast den Verdacht dass wir die einzigen waren, die jemals ihr Essen bezahlt haben und alle das nun miterleben wollten :)

Peti sagte jedenfalls an was wir hatten und neben ihr standen 2 kleine Malaysierinnen dicht aneinander klebend und schauten zu Peti völlig hingerissen auf. Man muss dazu sagen dass es (überspitzt formuliert) so ein Art Standardtyp von jungen Malaysierinnen gibt: ca. 1,50 groß, ca 16-25 Jahre alt und für uns Europäer sich sehr stark ähnelnd. Das liegt sicher auch am Kopftuch und an der Tatsache dass in den Restaurants oft 'Uniformen' getragen werden. Die beiden standen also im rechten Winkel neben Peti und wirkten wie diese kleinen Papageien, die immer zu zweit gehalten werden (und die 'die Unzertrennlichen' genannt werden). Sie schauten wie gebannt auf Peti auf und versuchten jedes Wort aufzufangen und zu verstehen was sie sagte. So ähnlich hat unsere Tochter zu Peti geschaut, wenn sie versuchte ein Wort nachzusprechen was ihre Mama ihr gerade beizubringen versuchte.

Als wir dann gingen haben alle freundlich gewinkt - auch die 4 Leute aus der Küche (die sich über unser ausdrückliches und berechtigtes Lob sehr gefreut haben).

Seit kurzem haben wir ein Skype-Konto und haben nun mal nach Hause telefoniert. Das klappt richtig prima (wenn die Badbreite der Internetverbindung stimmt) und ist nicht teuer.
So, der Tag ist zuende und morgen gegen 11.00 werden wir die Küste hochfahren. Wir freuen uns auf die schönen Strände, die Inseln, die Fische und was auch immer kommen mag.

2010-10-10

Kota Kinabalu - Sonntagsmarkt

Das mit dem Auto war ein echter Reinfall. 4 Jahre alt, satt 100000 km und völlig runtergekommen. Der kaputte Scheibenwischer und das kaputte Licht waren die kleinsten Probleme. Die Achse hatte wohl einen Schaden und was weiss ich was noch war. Aber immerhin: man nahm es anstandslos zurück.

Nun haben wir ein sehr viel besseres  (ein wirklich neues) Auto und morgen geht es nach Kudat. Also an den berühmten Nord-Ost-Zipfer von Borneo der durch wunderschöne Strände und glasklares Wasser bestechen soll. Müsste auch wirklich so sein, denn im Prinzip gehört die Ostküste von Borneo (die ja weitestgehend indonesisch ist) zum sog. Korallendreieck.

Das Auto haben wir ausprobiert und einen Strand im Norden von Kota Kinabalu besucht. Da jetzt Regenzeit ist ziehen am frühen Nachmittag Wolken auf und es windet. Schaut man raus wenn man plant wegzugehen, dann denkt man: brrrrrrrrr und überlegt man unwillkürlich welchen Mantel und welche Schuhe man am besten nimmt und ob ein Schal sinnvoll sei. Dieses Bild vom Stand gibt diese November-Atmosphäre recht gut wieder.
5° und immer wieder beginnender Regen an der Nordsee, oder? Aber es war ganz warm und der Wind war angenehm und man hätte im warmen wasser gut baden können.

Weil es aber so kräftig regnen kann haben wir uns - ganz nach asiatischer Sitte - Badelatschen gekauft. Die gibt es hier in 1000 Varianten. Damit werden wir dann rumlaufen, wenn es nötig wird und dann können die Pfützen so tief sein, wie sie wollen.

Heute morgen haben wir den Sonntag-Morgen-Markt in Kota Kinabalu besucht. Er bietet in erster Linie für die Bewohner der Stadt eine gute Einkaufsmöglichkeit und dementsprechnend voll war es.
Neben den üblichen Untensilien (Kleider, Obst, Gemüse und sonstige Gegenstände des täglichen Bedarfs) gab es auch viele Pflanzen und Tiere.




Und zum ersten Mal haben wir Kaffee gesehen:

Es waren einige ganz hübsche Sachen darunter aber nichts was einen wirklich vom Stuhl gerissen hätte.



Naja. wir kaufen ja sowieso nichts, weil wir ja in dem Sinn nichts brauchen zumal die Fluggesellschaften darauf achten dass man ja auch kein Gramm Übergewicht (bei den Koffern) hat. Und wenn man ein Kilo zuviel findet dann wird es richtig teuer.
Peti hat sich aber eine schöne rote Brille mit geschliffenen Sonnengläsern gekauft. Aber da stimmt was nicht, denn sie sieht nun alles 2D. Also fahren wir später noch einmal zu dem Optiker und werden dann in ein indisches Restaurant gehen.

Von unserem neuen Hotel haben wir übrigens nun einen Blick auf den höchsten Berg Asiens: den Mount Kinabalu (ich gelesen zu haben: gut 4200 Meter hoch):

2010-10-05

Es ist anders

Nun haben wir es endlich geschafft ein ordentliches Auto zu einem vertretbaren Preis zu mieten. Bald bekommen wir es und dann geht der Urlaub in Borneo richtig los.

Bis jetzt haben wir noch nicht so richtig den Dreh hier gefunden, was uns sonst i.d.R. schnell gelingt. Aber Borneo ist anders als das Asien was wir von der Halbinsel von Malaysia und von Jawa kennen.

Zum einen schneint das Klima anders zu sein. Bisher war es: warm, mit einer netten Portion Luftfeuchtigkeit und man fühlte sich ganz wohl. So ist auch mein blöder Husten endlich weggegangen, den ich 2 Jahre mal mehr mal weniger hatte. Hatte der Arzt recht: Wäre und Luftfeuchtigkeit sind gut.  :)
Die Wärme hier ist aber anders. Man geht raus und denkt: oha, was ist denn das? Die Wärme ist sowas von präsent und intensiv wie wir es bisher noch nicht erlebt haben. Geht man dann in eine Gebäude zurück, denkt man dass es nun gleichen schneien müsste denn die Klimaanlagen scheinen sehr leistungsstark zu sein.

Die Menschen sind auch anders. Es ist schwer zu beschreiben aber wir haben uns die ersten Tage schwer getan.

Die Autoanmietung war so ein Ding. Superextrateuer oder alte Kisten in der Kategorie eines Fiat Pandas. Das erste Zauberwort war dann aber: monthly rate (Monatsrate). Bei ein oder zwei Wochen zuckt keiner so richtig, aber will man 1 Monat mieten, dann ist es was anderes. Witzigerweise kostet ein Monat nur ganz wenig mehr als 2 Wochen. Und dann war es gut einfach mal ein Budget zu nennen: Wir wollen ein Auto für 1 Monat und es kann ruhig 1500 RM kosten. Dann kommt natürlich die Fiat-Panda-Klasse und dann sagt man: Nein, das ist zu klein - dann gebe ich lieber etwas mehr aus. Und wenn man Glück hat bekommt man ein neues schickes Auto für 2000 RM was als Preis ganz passabel ist.

Na mal schauen was da nachher kommt. Erstmal Geld holen gehen (der Eur-Kurs ist ganz nett gestiegen).

2010-10-04

Kota Kinabalu - Orientierung

Jetzt haben wir erst einmal das Hotel gewechselt. Das Grand Borneo ist nicht so der Renner: die Zimmer unschön bis schmuddelig, das Frühstück bescheiden. Dann lieber ganz einfach und lecker (so wie im D'Omah-Hotel).

Glücklicherweise gibt es nebenan ein indisches Restaurant und wir haben in Pappadam, Bathura, Roti Canai geschwelgt. In Indonesien war das nämlich Fehlanzeige.
Dann haben wir uns das 50 Meter entfernte Novotel angesehen und es gebucht. Es ist vergleichsweise schön und geräumig und das Essen wird auch wieder gut sein. Heute sind wir also umgezogen und haben den Shuttle-Bus nach Kota Kinablu genutzt um uns mal 2 Stunden umzusehen.

Morgen steht eine Orchideen-Ausstellung auf dem Programm und der Besuch des Hafen/Marktes.

Wir werden nun die nächsten 2 Tage nutzen um die Weiterreise vorzubereiten. Eventuell fahren wir mit dem Auto an die Nord-Ost-Spitze von Borneo (Inseln, Strände) und dann Richtung Süd-Osten nach Sandakan (die Orang-Utan ansehen). Der Mount Kinabalu bzw. der Nationalpark um diesen erloschen Vulkan wären auch noch eine Sache.

Und es wird wohl etwas teurer. Der Flug hatte uns ja schon auf diese Tatsache eingestimmt. Es viele mehr Eintrittsgelder und die Mietautos haben einen höheren Preis. Im Vergleich zu Deutschland nicht, aber wenn man aus Zentraljawa kommt, dann kommt einem vieles teuer vor. Naja...von nix kommt nix.

2010-10-02

Borneo

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0
Heute sind wir nun nach Borneo geflogen - in den malayischen Bundesstaat Sabah, in die Hauptstadt Kota Kinabalu.

Der Flug ging über Jakarta und das beste was ich jetzt sagen kann: wir sind angekommen. Es war ziemlich unruhig in der Luft und das macht die Fliegerei nicht gerade angenehmer. Das Hotel ist scheinbar....analog zum Flug.

2010-10-01

letzter Tag in Indonesien

Heute haben wir es ruhig angehen lassen.

Um die Ecke ist eine Ortschaft, die sehr hart vom letzten Erdbeben getroffen wurde und in der viel Kunsthandwerk existiert. Die Sachen sind atemberaubend schön und für Preise, die man nicht für möglich hält. Es bewegt sich i.d.R im 1 und 2-stelligen Eur Bereich.







Dann haben wir uns in Kota Gede allerlei leckere Kleinigkeiten gekauft und diese mit dem restlichen Wein vertilgt.

Morgen heisst es dann packen und auf nach Borneo.

Wir haben die Zeit hier sehr genossen. Das lag an den freundlichen Menschen und der entspannten Atmosphäre dieser Gegend, dem schönen D'Omah-Hotel und seinen Angestellten, den vielfältigen Kulturangeboten und der schönen Landschaft. Positiv sich auch das kulinarische Angebot und das preisliche Niveau gemacht.
Wir können uns vorstellen, hierher zurückzukehren.

2010-09-30

Kota Gede

Wir waren also mit Arbai und seinen Freunden in Kota Gede (man spricht es Kota-g-dee aus) unterwegs. Es war ein Erlebnis denn wir haben viel über Indonesien und die Leute erfahren. Mehr als in den 4 Wochen zuvor.

Kota Gede ist ein Teil von Yogyakarta und war ganz früher die Hauptstadt des Königreiches.

Es gab dort einen Platz der voll mit Essenständen waren. Bislang hatten wir us an solche Sache nicht so recht rangetraut und wir haben es nun bereut. Es war superlecker und nichts Giftiges war dabei. An diesem Stand haben wir uns von rechts nach links durchgekostet und am Ende hat jeder angesagt was er hatte und dann haben wir bezahlt. Wir waren ja zu sechst da und die Summe war unter "ferner liefen" (ich meine 1,50 Eur).
Es sind viele kleine Snacks, die vorwiegend auf Reis, Gemüse, Hühnchen basieren. Teilweise süsse Sachen und nichts ist scharf oder seltsam.
Dann sind wir weitergelaufen und haben an einem Stand eine Art Tüte aus Bananenblättern mit Gemüse und Soße bekommen. Um es essen zu können bekam man eine durchsichtige Plastiktüte, die man wie einen Handschuh genutzt hat.

So haben wir uns jedenfalls durch das Viertel durchgekostet und waren pappsatt. Dann sind wir Richtung Sultanspalast gefahren und hier wurde es richtig lustig. Es waren viele Leute mit Fahrräder und ähnlichen Gefährten unterwegs die mit LEDs beleuchtet waren.


Auf dem Platz selber schossen Indonesier etwas in die Luft, was dann beleuchtet und sich drehend nach unten trudelte:

Wir haben uns das dann genauer angesehen: es waren eine Art stumpfer  Pfeile mit einer LED und bunten Flügeln, die mit einem Gummi nach oben geschossen wurden. Eine ganz einfache aber sehr kreative Erfindung und wir haben 2 gekauft.


Dann sind wir noch zu einem anderen Platz gefahren und haben etwas Traditionelles getrunken und noch was gegessen (platz!).


Es war ein schöner ruhiger Abend und als wir zurückfuhren war es schon 20 nach 9.

Yogyakarta ist wirklich ein sehr entspannder Ort der so ganz anders als das hektische Deutschland ist.

2010-09-29

Südküste

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0
Eben habe wir uns vor dem Hotel mit Arbai, einen Angestellten des Hotels zusammengesetzt. Es waren 2 Freunde gekommen und sie hatten in einer Plastiktüte (worin in Asien auch sonst) lauter kleine 'Häppchen' in Bananenblätter eingewickelt. Sie haben uns eingeladen sie zu probieren und erklärt was was ist. Meist war es etwas leicht Süßes. Es hat alles wirklich sehr gut geschmeckt und wir sind um eine Erfahrung reicher: Kann man in Zukunft einfach kaufen und essen. Wir haben ein paar Stücke auch mitbekommen und Peti kostet gerade die, die sie nicht kennt. Sie sagt dauernd: 'ah' und 'hm' und 'das hier musst du mal versuchen' und 'wir müssen aufpassen wo es die gibt' :)
Morgen sind wir dann mit Einladen dran und wir treffen uns um 4 und schauen uns das echte Yogyakarta an. Wir freuen uns schon.

Davor haben wir traditionell unseren Swimmingpool genutzt denn wir waren mehrere Stunden mit dem Auto an der (wilden) Südküste von Java unterwegs. Es war etwas mühsam die Fahrerei (weil viele Kurven und viel auf und ab), aber es war wunderschön. Es ist eine ganz andere Welt. Die Dörfer sind sehr abgeschieden und die Häuser sind eher einfach. Auffällig ist auch hier, dass alles total sauber und gepflegt ist.

Die Strände sind schön aber mit Baden ist da nicht viel, obwohl der Sand ganz vorschriftsmäßig ist.
Aber es gibt viele Steine im Wasser. Das ist aber nicht so schlimm und das Baden wollen wir ja in Sabah (Borneo) etwas ernster angehen. Nicht immer nur Kultur und so....

Der eine Strand hatte links eine Treppe, die zu einem Weg über die Felsen ging. Es war steil und warm aber die Mühen wert.




Wir sind zwischendurch an eine Strasse gekommen, die wir sicherheitshalber nicht zuende gefahren sind. Wir mussten uns bei ähnlichen Versuchen durchaus mal längere Zeit rückwärts aus einem Weg hinausmanövrieren und das kann bei dem Auto schon eine nette Herausforderung sein.

Diese Strasse führte jedenfalls in eine Art Tal mit Strand.


 
Das ganze Tal war mit Terrassen kultiviert und einige Leute arbeiteten dort. Man bearbeitet den Boden noch ganz herkömmlich und unwillkürlich muss man daran denken, wie unterschiedlich das Leben sein kann und wie verwöhnt wir eigentlich alle sind. Viele unserer Probleme sind ja im Prinzip Luxusprobleme.


Peti hatte auf dem Rückweg etwas zum Quitschen. Vor uns fuhr (besser: eierte) ein Laster mit 3 Indonesiern hinten darauf, die da aber ganz entspannt sassen und nicht einmal mit der Wimper zuckten. Wir schon - inbesondere in Kurven:
Aber die Herren sind aber nicht besser oder schlechter als diese Künstler:


Heute morgen, beim Frühstück flog etwas Gelbes an uns vorbei an eine Stamm und dann verschwand das Gelb. Es war eine fliegende Eidechse. Ein bischen von dem schönen Gelb sieht man auf dem Bild noch:

Da der kleine Drache nichts mehr vorfliegen wollte, war es das dann auch. Peti meinte das sei eine Bartgame* oder sowas ähnliches. Wer ein Bild findet möge es hier verlinken.
*Anmerkung von Kathrin: es ist eher ein Common Gliding Lizzard  (http://www.ecologyasia.com/verts/lizards/common_gliding_lizard.htm)

2010-09-28

Asien verändert

Nun sind wir 7 Wochen hier und wir merken dass wir uns so langsam anpassen. Was wir auf jeden Fall bei allen Reisen immer vermeiden ist den Eindruck zu erwecken, die wohlhabenden Europäer zu sein, die sich hier in Asien von hinten bis vorne bedienen lassen. Also sind wir bestrebt alles alleine zu machen.

Aber dieser Standpunkt weicht auf und wir akzeptieren nun mehr und mehr diese Dienstleistungen.


Was macht es also so leicht, diese kleinen Dienstleistungen anzunehmen bzw. sie anzufragen? Es ist sicher die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute, die von Herzen gerne helfen. Und man sieht ganz deutlich dass doch sehr viele Menschen von diesen kleinen Handreichungen regelrecht leben.
So gibt es Leute, die ein Stück Strasse beaufsichtigen und einem einen Platz zuweisen bzw. beim Ausparken mit großen Gesten den Verkehr anhalten, damit man leicht aus der Lücke kommt. Oder es steht an einer belebten Stelle ohne Ampel (oder kaputter Ampel) ein Mann, der den Verkehr so regelt, dass jeder irgendwann zum Zuge kommt. Die Indonesier stecken diesen Helfern mal 1000 oder 2000 Rupiah zu (10, 20 cent). Also machen wir das seit kurzem ab und an auch und es ist keine schlechte Sache. Es macht das Leben einfacher und man gibt Leuten etwas Arbeit und verhindert so die Bettelei.

Auch hier im Hotel freuen wir uns über den Tee, den man uns Abends hinstellt oder darüber das im Zimmer 2 Lampen angemacht wurden, wenn man von einer Fahrt zurück kommt und es dunkel ist. Oder in den Restaurants nimmt man uns einfach in die Küche mit wenn uns etwas interessiert, bzw. wir fragen konkret danach.
Heute ganz früh am Morgen habe ich unter dem Frühstückspavillion gesessen und gearbeitet und nachdem der Garten entblättert war brachte man mir Kaffee. Sehr aufmerksam und angenehm :)

Warum also nicht großzügig sein und es den Indonesiern gleich tun? Ingesamt kehrt hier also asiatische Gelassenheit und Ruhe ein :)

So haben wir auch den Tag verbracht. Wir haben die Stupas/Tempel von Prambanan besucht. Kostet 13 $ Dollar Eintritt pro ausländische Nase. Ist halt Wiederaufbauhilfe, denn die Tempelanlage war vom Erdbeben 2006 hart getroffen worden. Wir sind dann bei milden Temperaturen durch den schönen Park geschlendert und haben uns die Denkmäler aus vergangenen Zeiten angesehen und über tiefe Lebenswahrheiten aus dem Osten siniert. Es waren nicht viele Besucher da und alles war sehr beschaulich und ruhig und so wie ein ruhiger Spätsommertag in Deutschland. Sogar die Andenkenverkäufer konnten sich der Athmosphäre anscheinend nicht entziehen - und boten uns kaum etwas an. Nur hier und da kam ein leises 'ok, ok mask?' und man wies mit einer Hand auf die bemalten Masken.

Prambanan hat sehr gefallen obwohl fast alle Gebäude gesperrt sind (Einsturzgefahr).

Die Wandbilder der Anlage aus dem 8. Jahrhundert sind teilweise sehr gut erhalten:


Wir haben dann in einem ziemlich großen Restaurant auf dem Rückweg gegessen, die nur 2 Gerichte hatten. Petis war recht gut (Tofu, Gemüse, Erdnusssoße). Meines war eine lokale Spezialität (Bakso) und ich denke es war eine ... interessante Erfahrung und ich habe mich beim Essen auf den Tee im Hotel vor-gefreut. :D

Parangtritis

Heute haben wir das Auto genutzt um Landschaft zu sehen. Parangtritis ist im weitläufigen Sinn der Stand von Yogyakarta.
Wir sind eine Strasse immer weiter den Berg hochgefahren und das letzte Stück gelaufen. Es ging dann recht gerade nach unten.

Oben war eine alte Betonplattform und der Blick war atemberaubend:

Recht schön sind immer wieder die Reisfelder, die für mich den Inbegriff von Asien sind:


Auf dem Rückweg haben wir in einem kleinen Restaurant Pecel (Gemüse mit Ernuss-Soße) gekauft und mitgenommen und in einem kleinen Laden gegenüber der Handvoll Angestellten, ein Highlight beschert (aktuell ist hier kaum was los und den Leuten ist sicher langweilig). Keiner konnte die Sprache des anderen aber wir haben uns auf eine gemeinsame Werbaktion für 'Hani' zusammengefunden.

Am Abend haben wir unseren Tee bekommen und noch ein wenig geplaudert. Auch mit den Leuten im Hotel. Und weil alles so schön faul war haben wir den Besuch den jawanesischen Ballets (Ramayana) gesrichen. Machen wir halt wenn wir aus Sabah (Nord/Ost-Borneo) wiederkommen. Das ist unsere nächste Station und Samstag geht es los.

2010-09-26

Merapi, der Feuerberg

Heute morgen sind wir also zum Merapi aufgebrochen. Der Vulkan ist immer noch aktiv und ich meine mich zu erinnern, dass er der aktiveste Vulkan Indonesiens ist. Das bedeutet durchaus etwas weil Indonesien viele Vulkane hat. Mehr zu dem Feuerberg steht hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gunung_Merapi

Begleitet haben uns Eddy und seine Frau. Die Fahrt ging lange ziemlich gerade bergauf. Oben angekommen gab es einige kleine Andenkenläden. Leider war der Berg zunehmend wolkenverhangen und so haben wir mal hier und mal da ein Stück gesehen. Das Bild hier ist etwas angeknabbert weil es ein zusammengesetztes Panoramabild ist, aber es gibt ganz gut die Szenerie wieder (einfach anklicken um mehr zu sehen).
Wir sind dann über das Lavafeld weiter nach oben gelaufen bis zu einem Punkt, an dem es ziemlich steil wurde. Von hier aus kann man in 6-7 Stunden den Gipfel erreichen (wenn man kann).

Uns kam ein Mann entgegen, der Gräser gesammelt hat. Da der kleine Aufstieg für uns alle ungewohnt und mühsam war, konnte man nicht umhin, die Leichtigkeit zu bewundern, mit der er seine Last trug.

Insgesamt macht die ganze Gegend einen sehr einfachen Eindruck, was das Leben der Menschen angeht. Wir waren später noch in einem Tal mit einem Fluss und uns kam eine alte, freundlich schauende Frau entgegen, die Wurzeln und vielleicht Kräuter sammelte. Sie fragte die Frau von Eddy ob sie die kleine leere Wasserflasche haben kann. Wir haben uns gewundert und später gefragt was die Frau mit einer 0,33 Liter Flasche machen will. Sie würde sie 'recyclen', also etwas daraus herstellen und verkaufen, war die Antwort. Später in einem Restaurant wiesen unsere beiden Begleiter und auf kleine Taschen hin, die aus Verpackungen (für Waschmittel?) herstellt waren. Sah man auf den ersten Blick nicht.

Auf dem Weg nach unten hielten wir noch einem Platz an, an dem eine Art Volksfest war.
Auf diesem Platz haben dann später junge Männer in traditionellen Kostümen getanzt. In Trance und ziemlich sicher nicht gespielt. In Jawa gibt es wirklich viele dieser mystischen 'Anwandlungen' obwohl das Land eigentlich vom Islam geprägt ist. In diesem Zusammenhang: Der Merpati wählt nach dem lokalen Glauben einen Menschen als Wächter aus, dem er dann den nächsten Ausbruch mitteilt. Er soll auch die Zukunft voraussagen können und wir sind an dem Abzweig zu dem Haus vorbeigekommen.
2006 hat das aber nicht funktioniert und viele Menschen starben bei dem Ausbruch. Nun hat man einen Bunker angelegt.

Wir sind dann wieder nach Hause gefahren, denn es ging auf 14.00 zu und das bedeutet: Regen. Wie schnell und sintflutartig es hier gehen kann sieht man hier ganz gut:
Die Nebenstrasse ohne ordentlichen Ablauf versinken dann aber die Indonesier sind das gewohnt und fahren einfach weiter. Ich finde es auch nicht schlimm weil es warm ist.

Der Ausflug hat mit unseren beiden Begleitern jedenfalls sehr viel Spass gemacht.

Terima Kasih!