2010-10-11

noch einmal Kota Kinabalu

Wir sind doch noch einen Tag geblieben. Das ist die Tage etwas kompliziert mit uns. :)

Das Auto, der Proton Saga, ist wirklich gut. Neu, guter Motor, usw. Aber einen Tick zu kurz im Innenraum. Ich dachte anfangs dass das kein Problem ist aber die Pedale sind auch noch etwas widerspenstig und so wird es nach einiger Zeit fahren etwas krampfig. Also haben wir überlegt ob das für die nächsten 4 Wochen passt. Der Chef der Autovermietung hatte uns vor einigen Tage einen Proton Wira angeboten, der meiner Meinung nach dem alten Mitsubishi Galant entspricht (so wie er vor 20 Jahren gebaut wurde). Das Design ist also etwas angegraut und die Technik ist auch nicht die neueste.

Aber der Wagen ist erst 2 Jahre alt und war in einem guten Zustand. Also hatten wir schon am Samstag Abend den Vermieter gesagt, dass wir die angebotene Probefahrt gerne machen. Montag früh, sei ok meinte er.

Montag früh war der Wagen dann nicht da (vermietet) aber sollte um 14.00 Uhr reinkommen. So haben wir nach längerer Überlegung das Hotel verlängert (spielt ja nicht die Rolle). Und wirklich: das Auto ist sehr gut. Wir haben also den Saga stehen gelassen und sind dann essen gefahren. Dabei haben wir bemerkt dass die hinteren Reifen doch sehr abgefahren waren. Also sind wir 5 min vor Feierabend wieder zur Autovermietung, die glücklicherweise im Hotel ist ... und wir kennen uns alle nach dem Hinundher nun sehr gut ;).

Wir haben das Auto gelobt, auf eine Schramme an der Seite hingewiesen und die Reifen zu Sprache gebracht. Man sagte gleich: ok, die tauschen wir. Heute sei es spät aber wenn es morgen um 9:30 ginge - kurz danach wäre das Auto auch zurück.

Man kann sagen was man will - das war wirklich ein sehr guter Kundenservice (falls jmd mal nach KK kommt und ein Auto braucht: Extra Rent a Car im Beverly Hotel).

Das Essen war ein echtes Highlight. Das Restaurant war in einem Komplex mit Geschäften und Büroräumen untergebracht und sehr gut eingerichtet und sehr sauber. Die Bedienung war auf Draht und die Küche auch. Ich habe ein Nasi goreng ayam Thailand gegessen. Also: gebratener Reise mit etwas Hühnchen auf thai. Art (scharf). Es war eine mittlere sehr frische Schärfe im Essen und es war sehr gut gewürzt und zubereitet. Peti hatte Tom Yam Ayam (Tom Yam mit Hünchen) und es sah nicht nur lecker aus - es war es auch. Dazu hatten wir einen Teh Tarik, frischen Orangensaft und Wassermelonensaft und einen Nasi Putih.

Als es dann an das Bezahlen ging wurde es ganz witzig. Man bezahlt ja in Malaysia meist nicht am Tisch sondern an einer Kasse. Jedenfalls versammelte sich scheinbar die ganze Belegschaft an der Kasse. Ich hatte ja fast den Verdacht dass wir die einzigen waren, die jemals ihr Essen bezahlt haben und alle das nun miterleben wollten :)

Peti sagte jedenfalls an was wir hatten und neben ihr standen 2 kleine Malaysierinnen dicht aneinander klebend und schauten zu Peti völlig hingerissen auf. Man muss dazu sagen dass es (überspitzt formuliert) so ein Art Standardtyp von jungen Malaysierinnen gibt: ca. 1,50 groß, ca 16-25 Jahre alt und für uns Europäer sich sehr stark ähnelnd. Das liegt sicher auch am Kopftuch und an der Tatsache dass in den Restaurants oft 'Uniformen' getragen werden. Die beiden standen also im rechten Winkel neben Peti und wirkten wie diese kleinen Papageien, die immer zu zweit gehalten werden (und die 'die Unzertrennlichen' genannt werden). Sie schauten wie gebannt auf Peti auf und versuchten jedes Wort aufzufangen und zu verstehen was sie sagte. So ähnlich hat unsere Tochter zu Peti geschaut, wenn sie versuchte ein Wort nachzusprechen was ihre Mama ihr gerade beizubringen versuchte.

Als wir dann gingen haben alle freundlich gewinkt - auch die 4 Leute aus der Küche (die sich über unser ausdrückliches und berechtigtes Lob sehr gefreut haben).

Seit kurzem haben wir ein Skype-Konto und haben nun mal nach Hause telefoniert. Das klappt richtig prima (wenn die Badbreite der Internetverbindung stimmt) und ist nicht teuer.
So, der Tag ist zuende und morgen gegen 11.00 werden wir die Küste hochfahren. Wir freuen uns auf die schönen Strände, die Inseln, die Fische und was auch immer kommen mag.

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