Lustigerweise gab es für 10 RM (=2,50 Eur) mehr Frühstück und Abendessen inklusive. Das Frühstück war - höflich ausgedrückt - der letzte Dreck und hat das des Hotels in Kudat deutlich geschlagen. Aber das Abendessen war mehr als reichlich und dafür sehr ordentlich. Man konnte aus eine Karte mehrere verschiedene Gerichte wählen und bekam die dann nach kurzer Zeit serviert.
Das Hotelpersonal konnte man in 2 Kategorien teilen: die männlichen Angestellten war in der Mehrzahl Malayen und sehr nett. Die weiblichen Angestellten waren in der Mehrzahl chinesisch-stämmig und abweisend. Das war uns aber egal, denn wir waren ja wegen der Landschaft gekommen. Auch das Zimmer war ok obwohl wir uns entschieden es nicht länger als nötig auszudehnen.
Wir haben uns also ein wenig die Umgebung angesehen und sind bis zur nächsten Stadt nach Ranau gekommen. Wir sind auch mal links und rechts der Hauptstrasse die Berge hochgefahren und haben uns mal 2 Hotels ganz oben angesehen, wobei die Preise dann ähnlich hoch waren. So wunderte es auch nicht dass beide Hotels leer völlig waren.
Der Ort selber (Kundasang) bestand aus einer Hauptsstrasse mit vielen, vielen Unterkünften und Gemüseständen und einer riesigen staubigen Fläche, auf der Baufahrzeuge rangierten. Über allem lag eine Staubwolke und auf den Tischen der Resturants ein Staubschicht. Über die Hauptstrasse, die teilweise von der Wüste auf- oder angefressen wirkte, hoppelten Fahrzeuge aller Arten und versuchten sich Wege durch die Löcher und Wellen und Steine zu suchen. Die Hauptstrasse ist übrigens Teil der einzigen West-Ost-Verbindung von Sabah. Wir waren nicht nur einmal fassungslos über das Chaos und den Dreck.
Oben auf den Hügeln war es wunderschön. Warm, luftig, grün und ganz ruhig. Nur unser Auto wirkte nicht so "glücklich" und mehr als einmal dachten wir dass es nun wegen der Steigung stehen bleibt. Wander- und Kletterfreunde (die wir eher nicht sind) kommen hier voll auf ihre Kosten. Wir haben es nur still genossen.
Wirklich erwähnenswert war der Kontakt zu einigen Leuten dort. Wir trafen auf einer der Touren auf ein malayisches Pärchen, das im gleichen Hotel war und uns einlud uns neben sie zu setzen. So fragten sie uns woher wir kämen und es entspann sich ein Gespräch und sie luden uns ein, sie einmal in der Hauptstadt Kota Kinabalu zu besuchen wenn wir zurückkämen.
Dann haben wir noch eine malayische Familie besucht, die uns gleich zum Mittagessen einlud. Es kam allerlei fritierte Gemüsesorten und Garnelen auf den Tisch. Peti meinte, dass die Garnelen frisch waren und in Deutschland in der Menge sicher 50 Eur gekostet hätten. Der Ehemann war früher in Australien und hat sich hier als Farmer niedergelassen. Leider war wohl alles ein Misserfolg. Ich wollte mir das aber ansehen und so gingen wir zusammen auf sein Land. Überall war hohes Grünzeug und überall flossen kleine Bäche. Ich hab es wirklich die ganze Zeit geschafft nicht in den Modder zu rutschen - nur beim allerletzten Schritt schätze ich den Boden falsch ein und stand im Matsch. Es stimmte übrigens: seine famerisches Talent tendiert gegen Null und an nahezu jeder Stelle wuchsen schilfartige Gewächse (die er aber nicht angepflanzt hatte, die aber ganz prima gediehen). Wir unterhielten uns dann noch über die Arbeit und andere Dinge und Michael war ein netter und lustiger Gesprächstpartner, der offensichtlich viele Ideen ausbrüten kann. Eine Idee materialisierte sich während Gespräches weil ein Koch aus einem weiter oben gelegenen Hotel 5 Kilo Morzarella brachte. Michael hatte aber schon am Vortag x Kilo in Kota Kinabalu erstanden und dabei wohl vergessen dass er auch jemand anders damit beauftragt hatte. Seine Idee war nämlich den 6 Kinder mal zuzeigen wie Pizza schmeckt - bei Pizza Hut ist sie ja so teuer. Ich denke mal...das gibt nun Pizza bis 2012. Er hat selber versucht Käse und Wein (aus komischen Beeren) zu machen und Wein zu pflanzen und was sonst noch alles. Die MIsserfolge belustigten ihn mehr, als dass er es schwer nahm. Auch gut, oder?
Ich habe übrigend jakfrucht versucht. Sie riecht ähnlich wie Durian, nur nicht ganz so stark. Ich kann nun sagen dass ich nicht mal mehr im Traum daran denke, Durian zu probieren. Aber ich habe es versucht und es war nicht ... ganz so toll.




hello.. :)
AntwortenLöschenich musste erstmal googeln, was überhaupt eine Durian ist..
"Eine Durian riecht:
-wie faulige Zwiebeln.
-wie ein verstopfter Abwasserkanal,
-wie eine nicht geleerte Biotonne,
-wie französischer Eiercreme,der durch einen Abwasserkanal getrieben wurde,
-wie zerstampfter Knoblauch, vermischt mit mediterranem Käse und gewürzt mit Armee-Socken“..
(http://bethge.freepage.de/duriandt.htm)
also nach der geruchsbeschreibung, würde ich auch keine essen wollen !! :D
grüsse
maid Kathrein
ja, ich würde sagen: dumpfer alles durchdringender Zwiebelgeruch und Verfaultes dazwischen
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